Angesichts der Hochwassergefahr in diesen Tagen sind die 42 Feuerwehren im Landkreis Starnberg in Alarmbereitschaft. „Wir beobachten die Lage permanent“, sagt Kreisbrandinspektor Andreas Pain. Im Katastrophenschutzzentrum des Andechser Ortsteils Frieding wurden bereits 500 Sandsäcke mit Schaufeln befüllt, wobei auch Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) aus Starnberg die Feuerwehrleute unterstützten.
Am Stützpunkt in Frieding gibt es noch genügend Sand zum Nachfüllen. Beim THW in Starnberg befindet sich zudem eine Sandfüllanlage, hierfür sind noch rund 8000 Säcke auf Lager. Der Nachschub ist also gewährleistet. Man sei gewappnet, sagt Pain, der bei der Kreisbrandinspektion für den Katastrophenschutz zuständig ist. Mit Sandsack-Barrieren könne man zum Beispiel in besonders betroffenen Gebieten das Wasser umleiten und somit verhindern, dass Keller volllaufen. Pain geht davon aus, dass insgesamt 3000 Feuerwehrleute als Einsatzkräfte zur Verfügung stehen.
Sämtliche Kommandanten sind über die Gefahrenlage informiert. Eingebunden ist auch das Starnberger Landratsamt. Zudem sind die Gemeinden im Fünfseenland wegen des möglichen starken Dauerregens gewarnt. Der Wetterdienst sagt für den Landkreis eine Niederschlagsmenge von etwa 50 bis 90 Litern pro Quadratmeter voraus.
Neuralgische Punkte sind unter anderem die Unterführungen an der B2-Abfahrt von Pöcking-Nord, in der Römerstraße bei Gilching sowie der Tutzinger Ortsteil Traubing, wo der Bach leicht übers Ufer treten könnte. Generell sind im gesamten Fünfseenland Überschwemmungen möglich.
Im Blick hat die drohende Hochwasserlage auch das Umweltministerium des Freistaats. Wenn der Ernstfall eintrete, müsse „schnell und konsequent reagiert“ werden, sagt Umweltminister Thorsten Glauber. Auch die Wasserwachten haben deshalb nun die Alarmstufe erhöht.

