Literaturpreis:Himmel und Hölle

Starnberg: Literaturpreis

Ernst Quester (v.li), Annette Kienzle und Wolfgang Bartelmann.

(Foto: Nila Thiel)

Heuer wird der Starnberger Literaturpreis "Undine" zum zweiten Mal verliehen. Beim Wettbewerb können sowohl jugendliche Schriftsteller wie auch Erwachsene mitmachen. Die Sieger werden zum Ende der Kulturtage im Juli gekürt

Von Klara Weidemann, Starnberg

Nach 2014 wird dieses Jahr zum zweiten mal der Literaturpreis "Starnberger Undine" verliehen. Unter dem neuen Titel "Himmel und Hölle" richtet sich der Preis an Nachwuchsautoren aus dem Fünfseenland. Am 19. Juli werden die Preisträger im Rahmen der "Starnberger Kulturtage 2016" im "Wartesaal für allerhöchste Herrschaften" des Kulturbahnhofs Starnberg ausgezeichnet.

"Wir von der Stadt Starnberg versuchen, Kulturschaffende aus der Region während der Kulturtage für gemeinsame Projekte zusammenzubringen", erklärt Annette Kienzle, Leiterin des Starnberger Kulturamts. Ein Ergebnis dieser Versuche sei der Literaturpreis. Für den schlossen sich der Herausgeber der "Starnberger Hefte", Ernst Quester, und der Inhaber der Bücherjolle und Stifter des Preises, Wolfgang Bartelmann, zusammen. Voraussichtlich werde die Verleihung die Abschlussveranstaltung des dreitägigen Kulturprogramms sein.

Mit einer Pressekonferenz am Dienstag gaben die Organisatoren der "Starnberger Undine" den Startschuss für die Ausschreibung. "Wir suchen gute Schreiber, ohne Verlag, die in die Öffentlichkeit treten wollen", sagt Quester. Talentierte Jungautoren, die noch keine Bücher veröffentlicht hätten, seien die Zielgruppe. Dabei beziehe sich "jung" nicht auf der Alter der Bewerber: Die erste Kategorie richtet sich an alle, die älter als 15 Jahre sind, der Jugend-Literaturpreis an 10 bis 14-Jährige.

Den Gewinner der Kategorie Erwachsene lockt ein Preisgeld von 500 Euro, für den zweiten Platz gibt es 200 Euro und den dritten 100 Euro. Der Preis für die jugendlichen Teilnehmer beinhaltet ein Bücherpaket und einen Büchergutschein der Bücherjolle im Wert von 200 Euro.

Es gebe ein paar Anforderungen an die einzureichenden Texte, erklärt Quester. Das Werk solle zwischen zwei und fünf DIN A4 Seiten lang sein. Der Preis sei außerdem auf Prosa-Texte ausgerichtet, also nicht auf Gedichte oder andere literarische Darstellungsformen. Am wichtigsten sei aber der Bezug zum Thema des Wettbewerbs: "Himmel und Hölle". Das müsse nicht nur christlich assoziiert werden. Impulse zur Themenwahl hätten Schillers "Die Räuber" oder Sartres berühmter Satz "Die Hölle, das sind die anderen", geliefert. "Mein persönliches Bedürfnis an Höllenbildern ist nicht sehr groß", so Quester. Er sei aber gespannt, wie das Thema individuell interpretiert werde.

Bis zum 31. Mai werden Bewerbertexte unter info@bücherjolle.de oder in Papierform in der Bücherjolle angenommen. Vorstand der Jury ist der Jungautor und Kulturpreisträger Elias Wagner. Gemeinsam mit Wolfgang Pusch vom Stadtarchiv, der stellvertretenden Leiterin des Gymnasiums Starnberg, Uta Lechner, und Ernst Quester wird er die Gewinner bestimmen.

"Dieses Jahr verleihen wir die Preise nicht mehr in der Halle der Kreissparkasse, sondern an einem literaturbezogeneren Ort", so Bartelmann. Die Übergabe wird im historischen "Wartesaal für allerhöchste Herrschaften" im Kulturbahnhof Starnberg stattfinden. Der Raum diente bis zum Ende der Monarchie 1918 der bayerischen Königsfamilie als Wartebereich.

© SZ vom 17.02.2016
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