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Starnberg:Grüne setzen auf die  Jugend

Neubauer landet nur auf Platz 31 der Landesliste, Kießling ist CSU-Direktkandidat für den Bundestag

Von Peter Haacke, Starnberg

Mit gewisser Ernüchterung ist die Starnbergerin Martina Neubauer vom Parteitag der bayerischen Grünen mit Aufstellungsversammlung für die Bundestagswahl aus Augsburg zurückgekehrt. Die Direktkandidatin des Wahlkreises 224 für die Landkreise Starnberg, Landsberg/Lech und die Stadt Germering landete am Sonntag nur auf Platz 31. Das Ziel der 57-Jährigen - eine Nominierung auf vorderen Plätzen für ein Mandat - verfehlte sie deutlich. Derzeit sitzen elf Grünen-Abgeordnete aus Bayern im Bundestag. Nach aktuellen Umfragewerten - die Meinungsforscher sehen die Grünen auf Bundesebene derzeit jenseits der 20-Prozent-Marke - könnte ein Listenplatz um 25 im Freistaat noch für den Einzug reichen.

Bereits am Samstag war der 33-jährige Thomas von Sarnowski als Nachfolger von Eike Hallitzky als Chef der Landespartei bestimmt worden. Zusammen mit Eva Lettenbauer, 28, bildet er das jüngste Spitzenduo in der Geschichte der bayerischen Grünen. Das Spitzen-Duo für den Bundestag bildet Claudia Roth und Toni Hofreiter. Dahinter wurden insbesondere Vertreter der Grünen Jugend sowie Kandidaten aus kleineren Bezirken auf vordere Listenplätze gehoben. Neubauer hatte sich zunächst erfolglos für Platz 11 und danach für die Plätze 21 und 29 beworben, ehe sie auf Rang 31 eine Mehrheit erhielt. "Das ist ganz schön" sagte Neubauer, die ein Bundestagsmandat zumindest nicht gänzlich für ausgeschlossen hält. Sie freut sich nun "ganz entspannt" auf den Wahlkampf.

Um das Direktmandat im Wahlkreis 224 bewerben sich insgesamt sechs Kandidaten. Ihren Hauptkonkurrenten sieht Neubauer im CSU-Kandidaten und Bundestagsabgeordneten Michael Kießling, der am Wochenende in Kaltenberg unter freiem Himmel von 140 der insgesamt 145 anwesenden Delegierten der Kreisverbände Starnberg, Landsberg/Lech und dem Ortsverband Germering für eine erneute Kandidatur bei der Bundestagswahl am 26. September bestätigt wurde. Die SPD hat Carmen Wegge aus Olching nominiert, die zudem auf Platz 20 der Landesliste rangiert. Die Freien Wähler (FW) ziehen mit Rasso von Rebay aus Weßling als Direktkandidaten in den Wahlkampf, für die FDP tritt Vize-Landrätin Britta Hundesrügge aus Gauting an, und die AFD setzt auf Rainer Gross aus Gauting.

© SZ vom 19.04.2021
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