Einzelhandel in Starnberg:Wie Zuhause

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Einzelhandel in Starnberg: Andrea Harbeck hat sich in der Söckinger Straße in Starnberg einen Traum erfüllt: ein eigenes Einrichtungsgeschäft.

Andrea Harbeck hat sich in der Söckinger Straße in Starnberg einen Traum erfüllt: ein eigenes Einrichtungsgeschäft.

(Foto: Arlet Ulfers)

Andrea Harbeck hat ein Einrichtungsgeschäft eröffnet, in dem sie selbst entworfene Möbel anbietet, die sie sich auch in ihr eigenes Heim stellen würde.

Von Otto Fritscher

Die Gründe für eine Geschäftseröffnung können vielfältig sein, bei Andrea Harbeck kam neben ihrer Vorliebe für Interior-Design noch ein privater Grund hinzu: "Meine Kinder haben sich beschwert, dass sie dauernd aufräumen müssen, weil immer Kundschaft durch unser Haus gelaufen ist", erklärt Harbeck.

Man muss wissen, dass Harbeck Designerin mit Leib und Seele ist, Mode entworfen hat und sich nun mit Innendesign beschäftigt, und leidenschaftlich gern Wohnungen und Häuser einrichtet. Viele ihrer selbst entworfenen Möbel finden sich natürlich in ihrem privaten Heim. Irgendwann beschloss Harbeck, die vor zwölf Jahren von Hamburg nach Starnberg gekommen ist, nach geeigneten Räumen für ein eigenes Geschäft zu suchen, vor allem natürlich, um "eine Anlaufstelle für alle Designinteressierten in Starnberg und Umgebung zu werden", wie Harbeck sagt. Vor ein paar Wochen hat sie ihren Traum vom eigenen Ladengeschäft realisiert: "Peam", so der Geschäftsname, öffnete an der Söckinger Straße 1 in Starnberg.

"Wenn man mein Geschäft betritt, soll man den Eindruck bekommen, jemanden zuhause zu besuchen", sagt Harbeck. Bei der Einrichtung des Ladens hat sie Hand angelegt, etwa die Kalkzementputzwände mit einem Sichtestrich, so der Fachausdruck, selbst gespachtelt. So kommen auch ihre Möbel und Objekte besser zur Geltung, ist Harbeck überzeugt. Etwa ein langer Esstisch, oder speziell aufbereitete Original-Stühle aus den Siebzigern. Harbecks Lieblingsmaterialien sind Leder, Holz und Stahl in erdigen Farben. Ihre Entwürfe lässt sie bei Handwerksbetrieben, oft in Südtirol, fertigen. "Ich mag klares, skandinavisches Design. Bei mir kommt nichts in das Geschäft, was ich mir nicht auch bei mir zuhause vorstellen kann", sagt Harbeck.

Und das meint sie durchaus ernst. Eine 1:1-Skizze eines Regals, auf Papier gezeichnet, hatte sie zuhause über den Esstisch gehängt - und die Wirkung auf die Gäste beobachtet. Nun steht das edle Stück aus Holz gefertigt im Geschäft. Harbeck hat sich auch als Modedesignerin einen Namen gemacht, indem sie etwa die deutsche Handball-Nationalmannschaft oder einen Bundesliga-Fußballverein eingekleidet hat. In ihrem Geschäft will Harbeck künftig nicht nur zu Treffen mit verschiedenen Künstlern einladen, sondern auch immer wieder mal einen Pop-up-Store eröffnen. Etwa im Sommer für Blumen. "Die könnte ich in der kleinen Scheune hinter meinem Haus dann anbieten", plant Harbeck. Wie ist Harbeck auf den Namen für ihr Geschäft gekommen? "Peam" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der vierköpfigen Familie zusammen: Sohn Paul, Tochter Emma, M für Matthias und A für Andrea Harbeck. "Wir sind ein echter Familienbetrieb", sagt Harbeck und lacht.

Geöffnet ist "Peam" am Donnerstag und Freitag jeweils von 10 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr

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