Fünfseen-FilmfestivalDie nahe Zukunft ist gesichert

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Matthias Helwig wird auch im kommenden Jahr das Fünfseen-Filmfestival ausrichten.
Matthias Helwig wird auch im kommenden Jahr das Fünfseen-Filmfestival ausrichten. (Foto: Arlet Ulfers)

Leiter Matthias Helwig wird das Filmfest auch im kommenden Jahr ausrichten. Dabei wird es aber eine Änderung geben.

Von Linus Freymark, Starnberg/Gauting

Die Zukunft des Fünfseen-Filmfestivals ist gesichert, zumindest für 2025. Wie der Leiter Matthias Helwig bekanntgab, wird er die Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder ausrichten. Es wird die 19. Ausgabe des Filmfests sein, das jährlich etwa 20 000 Besucher anlockt. Auch bekannte Gesichter aus der Branche geben sich Jahr für Jahr die Ehre, bei den Filmvorführungen und -gesprächen in Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling dabei zu sein. Anfang September etwa kam Corinna Harfouch als Ehrengast an den Starnberger See.

Im kommenden Jahr wird es eine Änderung geben: Helwig möchte die Kurzfilme gerne in ein eigenes Festival ausgliedern. Dadurch soll die Bedeutung dieser Gattung unterstrichen werden; gerade für junge Filmschaffende sind Kurzfilme eine gute Gelegenheit, sich und ihre Arbeit einem größeren Publikum vorzustellen.

Helwig hatte vor dem diesjährigen Festival erklärt, er wolle in Zukunft kürzertreten. Bislang organisiert er das Filmfest zusammen mit einem kleinen Team, das finanzielle Risiko liegt bei ihm als Privatperson. Weil öffentliche Unterstützer wie die Stadt Starnberg und die Gemeinde Gauting ihre Förderungen aufgrund der angespannten Haushaltslage gekürzt haben, fehlen diese Mittel. Unter anderem deshalb gab es diesmal keine Eröffnungsfeier am Seeufer, Helwig musste in die Schlossberghalle umziehen. „In dieser Weise hat es keine Zukunft“, hatte Helwig im Mai erklärt.

Um die Zukunft des Festivals über 2025 hinaus zu sichern, hat sich ein Unterstützerkreis gebildet. Interessierte können etwa durch Filmpatenschaften finanzielle Unterstützung leisten, darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich bei der Organisation zu engagieren, etwa beim Ticketverkauf oder beim Auf- und Abbau.

Wie es nach dem kommenden Jahr weitergeht, ist noch nicht geklärt. Zumindest aus Starnberg aber gab es kürzlich ein deutliches Zeichen der Unterstützung: Der Stadtrat sagte Helwig zu, in den nächsten zwei Jahren Defizite mit maximal 20 000 Euro pro Jahr auszugleichen. Zudem übernimmt die Stadt Technikkosten in Höhe von jährlich 10 000 Euro. Und: Helwig kann die Schlossberghalle weiterhin kostenlos nutzen.

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