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Klimaschutz:Weil die Kinder und Enkel am wichtigsten sind

Starnberg: Mahnwache - 'Omas for future'

Die "Omas for Future" (v. li.) Stephanie Loeben-Sprengel, Renate Hartung, Annemie Wagner, Materna Weskamp, Karin Wurzbach und Ulrike Bubenzer treffen sich in Starnberg zur Mahnwache für das Klima.

(Foto: Nila Thiel)

Die "Omas for Future" halten regelmäßig Mahnwachen in Starnberg und Gauting - weil sie sich einen Vorwurf nicht gefallen lassen wollen.

Von Sabine Bader

Wenn Ulrike Bubenzer an ihre drei Enkel denkt, ist sie sich ganz sicher: Sie macht das Richtige. Im März vergangenen Jahres hat die 61-Jährige die Regionalgruppe Gauting von "Omas for Future" gegründet - mitten im Lockdown. Heute gehören der Gruppierung bis zu 15 Frauen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren an. Wöchentlich treffen sie sich in Gauting und Germering sowie im 14-tägigen Turnus in Starnberg zu Mahnwachen für das Klima.

An diesem Donnerstag war Starnberg an der Reihe. Sechs Frauen versammelten sich mit Schildern in der Wittelsbacherstraße. Auch Bubenzer war dabei. "Ich fand es von Anfang an toll, dass die Schüler ihre eigene Zukunft in die Hand nehmen", sagt sie. Darum sei sie bei den "Fridays for Future"-Demos in München auch dabei gewesen. Die Aufgabe der "Omas for Future" sieht sie jetzt darin, "die Generation 50 plus mit ins Boot zu holen". Denn: "Wir verbrauchen viel zu viele Ressourcen. Wir sollten uns überlegen, brauchen wird den ganzen Konsum überhaupt?" Vieles werde einem von der Werbung vorgegaukelt.

Motto der "Omas for Future" sei es, im Einklang mit der Natur zu leben. Wenn Bubenzer mahnend am Gautinger Jugendzentrum in der Bahnhofstraße stehe, erlebe sie es auch oft, dass vorbeifahrende Autofahrer sie mit dem Daumen-Hoch-Zeichen begrüßten. "Das freut mich immer." Und nicht selten bekämen die Frauen auch Zuspruch von Kindern, die rufen. "Da sind die Omas for Future! Klasse, dass ihr das macht."

Bubenzer findet, ihre Generation sollte sich einmal überlegen, was für ihr Leben wirklich wichtig ist. Und sie gibt auch gleich die Antwort: "Das sind doch die Kinder und Enkel." Bubenzer will nicht, dass ihre Enkel ihr eines Tages vorwerfen: "Warum hast du nichts getan für den Klimaschutz, obwohl du doch wusstest, was passiert?" Darum geht die 61-Jährige mehrmals pro Woche mahnend auf die Straße. Am diesem Freitag stehen sie und ihre Mitstreiterinnen wieder um 17 Uhr am Gautinger Jugendzentrum.

© SZ vom 11.06.2021
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