Zünd' an - das Johannifeuer in Pentenried
Zur Sommersonnenwende knistern wieder mal so einige Feuer im Landkreis. Am längsten hell war es zwar schon am 21. Juni, das wäre also der klassische Tag für ein Johannifeuer gewesen. Seitdem werden die Nächte in Mitteleuropa wieder länger, das hält Feuerwehren, Burschen-, Trachten- und Heimatvereine in der Region aber nicht davon ab, auch noch am kommenden Wochenende meterhoch Reisig aufzutürmen. Unter anderem sei das Spektakel am Römerfeld beim TSV Pentenried erwähnt: Los geht es am Samstag, 25. Juni, um 18 Uhr - mit "legendärem Steckerlfisch", wie die Veranstalter versprechen, der Fackelzug für Kinder zündet gegen 21 Uhr das große Feuer an.
Zu "gemütlicher Stimmung" und "zünftiger Blasmusi" lädt ebenfalls am Samstag der Starnberger Heimat- und Volkstrachtenverein am Gasthaus zur Schießstätte. Hier präsentiert die Trachtenjugend ab 19 Uhr Volkstänze, das Feuer wird bei Einbruch der Dunkelheit entfacht.
Dult im Dorf: Bummeln über den Petersmarkt in Seefeld

Besen und Bürsten, Feuerschalen und Gewürze, Mode und Spielzeug: Das gibt es alles an diesem Samstag beim Petersmarkt in Seefeld - und das ist nur eine kleine Auswahl aus einem diesmal besonders abwechslungsreichen Angebot. Nach den Corona-Einschränkungen in den vergangenen Jahren sind es heuer fast 60 Stände, die auf der Hauptstraße aufgebaut werden. "So viele hatten wir noch nie", sagt Marktleiter Jürgen Kaul. Auch die Seefelder Blaskapelle ist nun wieder dabei, was ihn besonders freut. Das Angebot nennt er eine "Mischung aus Inspirierendem und Nützlichem" - es geht also wohl über das sonst bei Kunsthandwerkermärkten üblicherweise vertretene Repertoire hinaus. Mit dabei ist zum Beispiel der in Iran aufgewachsene Maler Javid-Mamassani Gholamali aus München mit seinen großen Gemälden und Aquarellen. Die Feuerwehr zeigt eine Fahrzeugschau.
Die Freiwillige Feuerwehr Oberalting-Seefeld veranstaltet den Standlmarkt nun zum 38. Mal. Zum Auftakt um 10 Uhr sticht Bürgermeister Klaus Kögel zusammen mit Feuerwehrvorstand Stefan Gumpp das erste Fass Bier an. Die Hauptstraße ist während des Markts für den Autoverkehr gesperrt, so dass die Besucher ungestört bummeln können. Parkplätze stehen beim TSV Oberalting-Seefeld zur Verfügung.
Hochprozentig: Tag des Whiskys in Widdersberg

Ob nun mit oder ohne "E" geschrieben: Whisky ist in aller Munde. Und die Herstellung des "flüssigen Goldes" ist schon längst nicht mehr allein Schotten, Iren und Amerikanern vorbehalten: Auch in Kanada, Neuseeland oder Japan wird Feuerwasser gebrannt. Wer sich zu Whisky-Kennern zählt, kommt auch um deutsche Produkte nicht herum. Der 2012 gegründete Verband Deutscher Whiskybrenner mit seinen 47 Brennereien und sieben Fördermitgliedern hat nun am Samstag, 25. Juni, den "Tag des Deutschen Whiskys" ins Leben gerufen. An der Aktion beteiligt sich auch die noch junge Brennerei "Heiligenbergfeld Distillery" im Herrschinger Ortsteil Widdersberg (Friedinger Straße 4d): Beim Tag der offenen Tür können sich Interessierte einen Eindruck von der Brennerei machen und einen Blick hinter die Kulissen mit einer - wohlgemerkt: kleinen - Verkostung der hochprozentigen Spirituose werfen. Achim März jedenfalls, einst Bankkaufmann und nun Besitzer der Destille beim Ignazhof, ist überzeugt vom einzigartigen Geschmack des edlen Tropfens vom Ammersee mit stolzen 57,4 Volumenprozent Alkohol: "Der deutsche Whisky ist angekommen beim Genießer."
Starnberg bewegt Körper und Geist

Nach zweijähriger Pause steht in Starnberg am Sonntag, 26. Juni, wieder sportliche Aktion auf dem Programm: Bei "Starnberg bewegt" präsentieren sich Sportvereine aus Starnberg und Umgebung am Kirchplatz, in der Wittelsbacher Straße und am Bahnhofplatz mit einem bunten Programm aus dem Angebot ihrer Abteilungen. Ob Tischtennis, Klettern oder Stockschießen: Mitmachen ist angesagt! Eröffnet wird "Starnberg bewegt" um 12.45 Uhr durch Bürgermeister Patrick Janik, danach beginnt das Bühnenprogramm mit einer Jazz-Choreografie des Tanzstudios "Neues Tanzen" sowie rhythmischen und sportlichen Aufführungen.
Die Veranstaltung bewegt aber auch die Gemüter: Die Stadtbücherei zeigt Gegenstände aus ihrer "Bibliothek der Dinge" und an einem Infostand können sich Besucher mit Vertretern der Stadt über das viel diskutierte Projekt "See and the City" austauschen. Wer mitmachen will, sollte tunlichst nicht per Auto anreisen: Der Bahnhofplatz zwischen Bahnhof- und Wittelsbacherstraße sowie die Wittelsbacherstraße zwischen Bahnhof und Ludwigstraße sind von 8 bis zirka 20 Uhr gesperrt.
Auch ohne Platzreife: "Golf meets Klassik" in Starnberg

Es war noch nie ein sonderlich billiges Vergnügen, in den Golfclubs rund um den Starnberger See kleine Bälle mittels eiserner Schläger über gepflegtes Grün in Löcher zu befördern. Doch auch Nicht-Golfer haben nun Gelegenheit, das besondere Ambiente in einem der schönsten Golfclubs Deutschlands zu genießen: Am Samstag, 25. Juni, findet beim GC Starnberg im Ortsteil Hadorf die sechste Auflage des Benefiz-Turniers "Golf meets Klassik" inklusive Picknick-Konzert zugunsten der Bayerischen Philharmonie statt. Das Event verbindet aus Sicht der Veranstalter einmal mehr Genussgolf mit sozialer Verantwortung und feinsten Klängen. Die Zusammenarbeit mit der Bayerischen Philharmonie soll zeigen, dass "leidenschaftliches Golfen, herausragende Musik und gesellschaftliches Engagement eine wunderbare Symbiose eingehen können". Das sportliche Teilnehmerfeld ist zwar schon ausgebucht, doch das Ticketkontingent fürs abendliche Picknick-Konzert mit klassischen Klängen auf der Driving-Range von 18 Uhr an ist noch längst nicht ausgereizt: Einzelpersonen zahlen für die Teilnahme 35 Euro, Paare mit Kindern unter 14 Jahren 70 Euro; Tickets gibt es an der Abendkasse, die kulinarischen Genüsse sind bei der Gastronomie vor Ort zu erwerben. Ganztägig findet zudem eine Tombola mit hochkarätigen Preisen statt.
Zum 1200-jährigen Bestehen: Jetzt feiert Berg so richtig

Sie ist klein und nicht einfach zu finden, aber sie ist vielleicht die bedeutendste Kirche für Berg: St. Johannes Baptist in Oberberg. Denn das historische Gotteshaus ist vor 1200 Jahren, am 5. April 822, erstmals urkundlich erwähnt worden - und damit auch Berg. Weshalb die Gemeinde dieses Jubiläum jetzt groß feiert. Mehr über die Kirche weiß der Kunsthistoriker Benno Gantner aus Percha, der interessierte Besucher am Freitag, 24. Juni, um 19 Uhr durch das Kleinod führt. Wer es weniger besinnlich möchte an diesem Freitag, der ist bereits am frühen Abend (17 Uhr) auf dem MTV-Gelände am Lohacker richtig, denn dort spielen "El Prosit" Oldies, Rock, Schlager, Soul und Pop. Der Samstag steht dann ganz im Zeichen des MTV-Fußballs am Lohacker. Die Jugend trägt ihr Turnier von 10 Uhr an aus, während die Herren von 12 bis 17 Uhr an der Reihe sind. Anschließend werden die Sieger geehrt. Der große Festumzug steigt am Sonntag. Die 450 Teilnehmer stellen sich um 9 Uhr am Feuerwehrhaus in Berg auf. Von dort aus ziehen sie die 1,8 Kilometer lange Strecke durch den Ort. Der Festgottesdienst wird um 10 Uhr ebenfalls auf dem MTV-Gelände am Lohacker gefeiert. Anschließend ist dort Biergartenbetrieb mit Festreden. Das Ende ist für 21 Uhr geplant. Geparkt werden kann auf der Wiese am Kreuzmöslberg.
Virtuos - die Orgelmatinee im Dießener Marienmünster

Hohe Virtuosität wird dieses Wochenende im Dießener Marienmünster erwartet: Für ihre Orgelmatinée kehrt die international renommierte Münchnerin Helene von Rechenberg am Sonntag (Beginn: 11.30 Uhr) in ihre oberbayerische Heimat zurück - für ein ausführliches Programm, das, passend zum Konzertort, aus drei marianischen Werken besteht. Das Gute obendrein: Das Münster ist selbst an heißen Tagen noch angenehm temperiert.
Auf den Storch gekommen: Ein Spaziergang in Raisting

Im weiten Umkreis gibt es keine Storchenkolonie, die größer wäre: 25 Paare haben heuer in und um Raisting gebrütet. Nicht alle hatten Erfolg: In gut einem Drittel der Horste wurde die Brut abgebrochen oder die Küken sind eingegangen - denn Fünfseenland und Pfaffenwinkel sind mit Spätfrösten und Dauerregen klimatische Verbreitungsgrenzen für Weißstörche. Wie es dennoch innerhalb von zwei Jahrzehnten gelang, dass sich am Südende des Ammersees jährlich bis zu 100 Störche einfinden, kann man am Samstag, 25. Juni, bei einer Führung des Landesbunds für Vogelschutz erfahren. Auf einem Spaziergang durch den Ort werden die einzelnen Horste und ihre derzeitigen Bewohner vorgestellt; womöglich werden die Teilnehmer Zeugen, wenn die Elterntiere ihre Jungvögel füttern oder tränken. Die Tour wird vom LBV-Storchbeauftragten Wolfgang Bechtel und der Raistinger Naturschutzwächterin Christine Fritsche geleitet - beide haben die Kolonie von Anfang an intensiv beobachtet und fachlich begleitet. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Bahnstation.

