Bürgermeister-Stichwahl in StarnbergStarnberger FDP empfiehlt den Kandidaten der Grünen

Lesezeit: 1 Min.

Am Sonntag muss nochmals ausgezählt werden. Im Landkreis Starnberg stehen einige Bürgermeister-Stichwahlen an.
Am Sonntag muss nochmals ausgezählt werden. Im Landkreis Starnberg stehen einige Bürgermeister-Stichwahlen an. Nila Thiel
  • Am Sonntag, 22. März, findet die Bürgermeister-Stichwahl in Starnberg zwischen Amtsinhaber Patrick Janik (CSU/UWG) und Herausforderer Severin Kistner (B'90/Grüne) statt.
  • Janik führt mit 43,6 Prozent aus dem ersten Wahlgang, während Kistner mit 14,6 Prozent überraschend Unterstützung von FDP und BLS erhält.
  • Die SPD empfiehlt Janik, während sich WPS neutral verhält und die Wahlbeteiligung entscheidend für das Ergebnis sein wird.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

In den Liberalen hat Severin Kistner überraschende Unterstützer gefunden. Bürgermeister Patrick Janik erhält für die Stichwahl Zuspruch von der SPD.

Von Peter Haacke, Starnberg

Für die Stichwahl des Starnberger Bürgermeisters am Sonntag, 22. März, zeichnet sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Zwar geht Amtsinhaber Patrick Janik (CSU/UWG) mit leichtem Vorteil in die Entscheidung, doch Herausforderer Severin Kistner (Bündnis 90/Grüne) kann sich überraschend der Wahlempfehlungen von FDP und BLS erfreuen. Die SPD unterstützt Janik in der Stichwahl zum Bürgermeister, die WPS empfiehlt aktiv keinen der beiden Kandidaten. AfD und BMS haben sich nicht geäußert.

Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen sicherte sich Janik, der ausschließlich als Bewerber für den Bürgermeisterposten, nicht aber als Stadtrat kandidiert, 43,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Kistner erzielte mit 14,6 Prozent ein schwächeres Ergebnis, lag als Zweitplatzierter aber vor Michael Landwehr (WPS) mit 11,7 Prozent und FDP-Kandidatin Anke Henniger (9,4 Prozent). Auf den Plätzen folgten Frank Hauser (SPD) mit 9,1 Prozent, Ulrich Haase (AfD; 6,9 Prozent) und Eugen Stückle (BLS; 4,7 Prozent). Die Wahlbeteiligung betrug lediglich 61,3 Prozent.

Kommunalwahl
:So liefen die Stichwahlen in der Region München

Wer hat sich bei der Wahl der Bürgermeister und Landräte durchgesetzt? Die Ergebnisse in Karten und Grafiken.

Früh positionierten sich die Liberalen für die anstehende Stichwahl und gaben eine Wahlempfehlung für Kistner. Dies überrascht umso mehr, weil Grüne und FDP in wesentlichen Punkten bislang völlig konträre Positionen vertreten, etwa in der Frage zum Bau des B2-Tunnels, der Seeanbindung oder zum Ausbau des Gewerbegebiets Schorn. Nach intensiver Diskussion und Abwägung setzt die FDP allen inhaltlichen Differenzen zum Trotz auf Kistner. Zur Begründung hieß es: „Starnberg braucht einen Bürgermeister, der sich kümmert, präsent ist, überparteilich agiert und die Zukunft unserer Stadt im Blick hat.“

Möchte Bürgermeister in Starnberg werden: Severin Kistner (B'90/Grüne) erfreut sich zur Stichwahl der Unterstützung von FDP und Bürgerliste.
Möchte Bürgermeister in Starnberg werden: Severin Kistner (B'90/Grüne) erfreut sich zur Stichwahl der Unterstützung von FDP und Bürgerliste. Peter Haacke
Gemeinsamer Kandidat von CSU und UWG: Bürgermeister Patrick Janik hofft bei der Stichwahl auch auf Stimmen aus dem Lager der Starnberger SPD.
Gemeinsamer Kandidat von CSU und UWG: Bürgermeister Patrick Janik hofft bei der Stichwahl auch auf Stimmen aus dem Lager der Starnberger SPD. Peter Haacke

Bei der Bürgerliste ist man sich nicht wirklich einig. Zwar hat sich der Vorstand für eine Wahl Kistners ausgesprochen. Doch BLS-Spitzenkandidat Michael Mignoli, der künftig ohne Partner im Stadtrat sitzen wird, enthält sich auf Nachfrage ausdrücklich einer Empfehlung. Ähnlich unentschieden ist die Stimmungslage auch bei der WPS: Spitzenkandidat Michael Landwehr sieht die Positionen seiner Gruppierung weder bei Janik noch bei Kistner hinreichend vertreten. Entschlossener ist die SPD: Sie verweist auf die gute Zusammenarbeit mit Amtsinhaber Janik. Entscheidend für das Ergebnis wird am Sonntag auch die Wahlbeteiligung sein: Bei der bislang letzten Bürgermeister-Stichwahl am 30. März 2014 stimmten in Starnberg lediglich 50 Prozent der Wahlberechtigten ab.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Bürgermeisterwahlen im Landkreis Starnberg
:In Starnberg, Gauting und Gilching bleibt es spannend

In den drei größten Kommunen im Landkreis Starnberg ist die Entscheidung, wer Bürgermeister wird, noch offen. Keiner der Bewerber hat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht.

Von Michael Berzl, Christian Deussing und Peter Haacke

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: