Starnberg:Entlastung für Anlieger hat Haken

Unverhofft ist der Starnberger Bauausschuss am Donnerstag über ein Problem gestolpert, für das man auf die Schnelle auch keine Lösung fand: Geplant war, das Quartier Finkenstraße, Schwaige, Meisen-, Drossel und Schwalbenweg östlich der Gautinger Straße in der Nähe des Bahnhofs Nord in beschränkt-öffentliche Wege umzuwidmen. Im Klartext: Nur Anlieger hätten noch einfahren dürfen. Dies hatte der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität im April empfohlen, um die Anlieger von überbordendem Parkverkehr zu entlasten. Seitdem das Parkdeck am Bahnhof Nord nur noch ÖPNV-Nutzern vorbehalten ist und zudem Gebühren verlangt werden, stellen viele ihre Autos im Wohngebiet ab. Doch die geplante Umwidmung hat einen Haken: Betroffene Anlieger müssten ihre Straßen künftig selbst von Schnee und Eis befreien.

Der Hinweis dazu kam "von höherer Stelle", kommentierte Bürgermeister Patrick Janik den handwerklichen Schnitzer der Rathausverwaltung. Erst wenige Wochen zuvor hatte der Stadtrat die überarbeitete "Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter" verabschiedet - und die sieht eben keine Reinigung beschränkt-öffentlicher Wege durch die Stadt vor. Nun fürchtet man ein Gleichbehandlungsproblem. Die Sache wurde an den Umweltausschuss zurückverwiesen.

© SZ vom 24.07.2021 / phaa
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