Erst recht in der Vorweihnachtszeit ist die Deutsche Post für viele ihrer Kunden von großer Bedeutung. Das Paket mit Geschenken muss zu Verwandten, die Weihnachtskarten zu Freunden in ganz Deutschland. Ohne die Post? Keine Chance.
Umso ärgerlicher ist es für Kunden, wenn man dringend in eine Filiale will, diese aber geschlossen ist. So wie es in den vergangenen Wochen immer mal wieder in der Starnberger Rheinlandstraße passiert ist: Bereits im November war der Standort wiederholt geschlossen, auch am Montag standen Kunden wieder einmal vor verschlossenen Türen. Am Mittwoch hatte die Filiale lediglich von zwölf bis 17 Uhr offen.
Die Postbank hofft bei der Personalsituation auf Entspannung
Dazu muss man wissen: Den Standort betreibt nicht die Deutsche Post selbst, sondern die Postbank. Diese teilt auf Anfrage mit, der Grund für die vorübergehenden Schließungen seien Personalausfälle aufgrund von Erkrankungen unter den Postbank-Mitarbeitern. Meist gelinge es zwar, diese durch Mitarbeitende aus anderen Standorten zu kompensieren. In Starnberg und dem gesamten Filialgebiet aber sei die Personallage "derzeit besonders angespannt". Zudem sei es in der Region schwieriger als anderswo, Personalausfälle auszugleichen. Einen generellen Personalmangel gebe es aber nicht. Da der Standort in der Rheinlandstraße neben der Post auch eine Filiale der Postbank ist, gelte aus Sicherheitsgründen das Vier-Augen-Prinzip. Das bedeutet: Man benötigt "mindestens zwei Mitarbeitende (...), damit die Filiale öffnen kann."
Die Postbank informiert ihre Kunden über Aushänge in der Filiale über Schließungen, zudem gibt es im Internet Informationen. Oft entscheide es sich aber kurzfristig, ob und wie lange die Postbank ihre Dienste am Standort in der Rheinlandstraße anbieten kann. Am Mittwoch jedenfalls konnte ein Sprecher noch keine Angaben zu den Öffnungszeiten für die Folgetage machen. Sollte die Filiale geschlossen sein, verweist die Postbank auf Standorte in der Würmstraße (Percha) und der Andechser Straße (Söcking). "Wir entschuldigen uns bei unseren Kundinnen und Kunden für die Unannehmlichkeiten, die sie durch die eingeschränkten Öffnungszeiten und kurzfristigen Schließungen in Kauf nehmen müssen", teilt die Postbank mit.
Wie sich die Situation in Zukunft in der Rheinlandstraße gestalten wird, ist noch offen. Eine exakte Prognose sei aufgrund der Kurzfristigkeit der Personalausfälle nicht möglich, so die Postbank. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, "dass sich die Personalsituation in der kommenden Woche durch zurückkehrende Mitarbeitende entspannt". Vor allem in der Woche vor Weihnachten dürften das wohl besonders viele Kunden begrüßen.

