Schon seit Monaten verhandelt Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik (CSU, UWG, SPD, BLS) im Auftrag der Stadt mit Vertretern der Deutschen Bahn (DB), um eine Schadenersatzklage des Staatskonzerns über 170 Millionen Euro zu vermeiden: Es geht um bislang nicht erfüllte Details des Vertrags zur "Seeanbindung" von 1987, der insbesondere eine Gleisverlegung am Bahnhof See vorsieht. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nun aber scheint sich eine Lösung anzubahnen: Janik stellte für nächste Woche eine Mitteilung in Aussicht, im Januar soll es ausführliche Informationen geben. Der Stadtrat hatte sich bereits in der Vorwoche ausführlich mit der komplexen Materie befasst: Debattiert wurde in nicht öffentlicher Sitzung über eine "Vergleichs- und Realisierungsvereinbarung mit der DB zum Umbau von Bahnanlagen am Bahnhof Starnberg See".

Besonderes Interesse daran hat der Verein "Schöner zum See": In einem offenen Brief fordert die Vorsitzende Iris Ziebart, die Bürger bis Ende Januar in öffentlicher Versammlung zu informieren und stellt dazu sechs Fragen. Janik will die Fragen beantworten, stellt im Hinblick auf die bislang nicht erfolgte Bürgerbeteiligung und die anhängige Klage jedoch fest, dass der Verein ein "tiefes Unverständnis dafür offenbart, in welcher Situation sich die Stadt Starnberg befindet".