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Corona bei Catering-Unternehmen:Landratsamt Starnberg meldet weitere Infektionen - auch Schulkinder betroffen

Corona-Tests in Flüchtlingsheim

Ein Mitarbeiter des Landkreises Starnberg steht in einem Schutzanzug am Eingang einer Wohncontaineranlage für Flüchtlinge in Pöcking.

(Foto: dpa)

Vor etwa zehn Tagen war der Ausbruch entdeckt worden, 50 Menschen haben sich bisher infiziert. Nun sind zwei Infektionen in Weßling und sechs weitere in Herrsching dazugekommen.

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Catering-Unternehmen im Landkreis Starnberg hat das Landratsamt weitere Infektionen bestätigt. Am Samstag wurden die Ergebnisse von Reihenuntersuchungen bekannt, die in mehreren Flüchtlingsunterkünften vorgenommen wurden. Ein großer Teil der etwa 120 Angestellten des Caterers lebt in solchen Unterkünften.

Zwei neue positive Fälle betreffen etwa die Gemeinschaftsunterkunft in Weßling. Die beiden Männer, die dort wohnen, sind für den Caterer als Essenslieferanten tätig. Sie seien unter anderem dafür zuständig gewesen, Essen in das Klinikum Großhadern zu bringen. Es sei aber äußerst unwahrscheinlich, dass das Coronavirus auf diesem Wege in das Krankenhaus gelangt sei, sagte eine Sprecherin. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen. Insgesamt gibt es in der Weßlinger Unterkunft nun vier positiv getestete Bewohner.

In der Gemeinschaftsunterkunft in Herrsching gab es bisher nur einen Fall. Nun sind sechs weitere Infektionen bestätigt worden. Zwei davon betreffen Schulkinder. Sie seien Anfang der Woche noch in der Schule gewesen, so das Landratsamt. Für 22 Schüler und ihre zwei Lehrkräfte gelte daher ab sofort Quarantäne. Auch bei einem Kindergartenkind aus Herrsching wurde Corona nachgewiesen. Es war allerdings seit der Öffnung der Einrichtung im Zuge der vom Land erlassenen Lockerungen nicht mehr in der Kita. Bei den anderen drei Fällen handelt es sich um Erwachsene, darunter zwei Einzelpersonen, die gemeinsam in einem Container leben.

Bisher sind im Landkreis Starnberg nach dem Ausbruch bei dem Catering-Unternehmen fünf Gemeinschaftsunterkünfte unter Quarantäne gestellt worden. Alle Menschen, bei denen eine Infektion bestätigt wurde, wurden zur Isolation in andere, dafür geeignete Einrichtungen verlegt.

Auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften wurde umfassend getestet - die Ergebnisse lägen nun zum großen Teil vor, hieß es am Samstagabend aus dem Landratsamt. In den Unterkünften Herrsching-Breitbrunn und Seefeld seien alle Tests negativ ausgefallen.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden etwa 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

© SZ.de/dpa/olkl
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