Eh ich’s vergesse: Ich soll euch alle ganz herzlich von Krølle-Bølle grüßen. Er ist schon wieder auf dem Heimweg. Krølle-Bølle? Den kennt ihr nicht? Solltet ihr aber. Ganz ehrlich, der ist ein echt dufter Typ. Aber wahrscheinlich macht ihr immer nur einen auf Bella Italia und Dolce Vita. Ich hingegen denk eher in gegensätzlicher Himmelsrichtung – an die dänische Ostseeinsel Bornholm.
Von der bin ich ein echter Fan, weil es da wilder und zerklüfteter ist und viel geheimnisvoller als bei uns am Starnberger See. Und natürlich, weil Krølle-Bølle da lebt. Er ist der nationale Insel-Troll, hat Hörner, eine Kringellocke auf dem Kopf sowie einen Ringelschwanz am Hintern. Er wohnt in einer Höhle im 76 Meter hohen Hügel Langebjerg des Inselörtchens Sandvig und nicht wie ich mitten im See.
Ja, Krølle-Bølle ist ein echt guter Kumpel von mir – vielleicht, weil er auch so viel Blödsinn im Kopf hat wie ich. Das hat schon fast Familientradition. Ich meine nicht das „Blödsinn machen“, sondern die gute Bekanntschaft unserer beiden Sippen. War doch schon mein Vater Nepomuk II. mit seinem Vater Bobbarækus befreundet. Aber das führt jetzt etwas weit.

Jedenfalls: Vor einigen Tagen hat Krølle-Bølle mich am Starnberger See besucht. Das hat mich irre gefreut. Natürlich haben wir viel über seine jüngsten Abenteuer auf der Insel gequatscht und über alles, was sich bei uns im Fünfseenland so tut – ihr wisst schon, die Filmfest-Probleme und die drohende Schließung des Museums Starnberger See. Fand Krølle-Bølle echt skandalös, das Ganze. Zu alldem gab’s natürlich das ein oder andere Helle aus dem Getränkesortiment des Starnberger Brauhauses. Echt süffig.

Liebe bierbrauenden Mönche aus Andechs, ihr solltet jetzt besser nicht weiterlesen. Denn eure Feldafinger Konkurrenz vom Starnberger Brauhaus wird von Juni an mit ihrem Starnberger Hell in den mehr als 450 Bordrestaurants und -bistros der ICE- und Intercity-Züge im Fernverkehr der Deutschen Bahn vertreten sein. Das haut rein. Dabei gibt es die Marke doch erst seit 2015. Aber, ich verspreche euch, bald kennt die jeder – zumindest all diejenigen, die viel Bahn fahren.
Ich jedenfalls hab’ mir jedenfalls fest vorgenommen, Krølle-Bølle im Sommer auf Bornholm zu besuchen – und zwar mit der Bahn. Da brauch’ ich sicher verdammt gute Nerven. Vielleicht hilft das heimische Gebräu ja etwas.

