Hinter den Bauzäunen stapeln sich meterhohe Schuttberge. Arbeiter sortieren Metall, Holz, Ziegel. Baggerschaufeln reißen Mauerwerk herunter. Die Abrissarbeiten für das 3,5 Hektar große neue Quartier „Moosaik“ am östlichen Ortseingang Starnbergs laufen auf Hochtouren. „Ich wollte schauen, wie weit die Arbeiten schon sind“, sagt Monika Sušanj. Bis zu ihrem 17. Lebensjahr hat sie auf dem Industriegelände gelebt. Ihre Eltern waren als Hausmeister beschäftigt und wohnten mit Tochter und Sohn in einer Werkswohnung. Mehr als drei Jahrzehnte ist das her. Jetzt wollte die inzwischen 51-jährige ihrer Tochter Antonia, 27, das alte Haus ein letztes Mal zeigen.
FamiliengeschichteWie eine Baustelle zum Erinnerungsort wird
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Bei Abbrucharbeiten in Starnberg taucht ein Wandbild auf, das ein Junge vor 34 Jahren in seinem Kinderzimmer gemalt hatte, ehe er viel zu früh starb. Für seine Familie ein bewegendes Wiedersehen.
Von Patrizia Steipe, Starnberg
