B2-TunnelEnde der Experimente

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Rückkehr zu "normalen" Verhältnissen in Starnberg: Die eingeschränkten Verkehrsbeziehungen werden aufgehoben, am Tutzinger-Hof-Platz wird aber noch eine neue Ampelanlage installiert.
Rückkehr zu "normalen" Verhältnissen in Starnberg: Die eingeschränkten Verkehrsbeziehungen werden aufgehoben, am Tutzinger-Hof-Platz wird aber noch eine neue Ampelanlage installiert. (Foto: Franz Xaver Fuchs)

Das Staatliche Bauamt Weilheim hat den Probelauf mit geänderten Verkehrsführungen zur Starnberger Innenstadt nach neun Wochen wie geplant beendet. Eine Verlängerung wird es nicht geben.

Von Peter Haacke, Starnberg

Das Experiment ist beendet, es wird zurückgebaut: Nach insgesamt neun Wochen mit Behelfsampeln, allerlei Einschränkungen und Umwegen hat das Staatliche Bauamt Weilheim die seit dem 25. März laufende dreistufige Testphase am Tutzinger-Hof-Platz wie geplant am vergangenen Freitag beendet. "Wir haben alle erforderlichen Daten unserer Testphase erhoben", erklärte dazu Tunnel-Abteilungsleiter Lukas Schulte.

Welche tieferen Erkenntnisse sich aus dem verkehrstechnischen Probelauf für Starnberg ziehen lassen, ist bislang noch unbekannt. Der Test sollte eine Situation simulieren, wie sie während des B2-Tunnelbaus irgendwann einmal realistisch sein könnte. Dazu wurden Zu- und Ausfahrt von der B2 zur inneren Leutstettener Straße gesperrt und die Verkehrsbeziehungen rund um den Tutzinger-Hof-Platz neu geregelt: Ein Abbiegen von der B2 zur Josef-Jägerhuber-Straße war ebenso untersagt, wie die Weiterfahrt aus der Innenstadt von der Wittelsbacherstraße in Richtung Hanfeld oder Weilheim. Eine Verlängerung der Testphase um sechs Monate, wie sie von den Grünen im Stadtrat beantragt worden war, lehnte das Staatliche Bauamt ab.

Zwar haben sich in den vergangenen Wochen nicht alle Verkehrsteilnehmer konsequent an die temporär verordneten Vorgaben gehalten. Doch immerhin kam es im Lauf des Experiments weder zu dauerhaft chaotischen Verkehrsverhältnissen durch Stau noch zu vermehrten Unfällen. Insofern dürfte Starnberg den Stresstest bestanden haben. Konkrete Ergebnisse des Probelaufs werden nach Auswertung durch die Fachleute in der Weilheimer Behörde in den kommenden Tagen erwartet.

"Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden", heißt es beim Staatlichen Bauamt

Der schrittweise Rückbau mit Aufhebung der Vollsperrung der inneren Leutstettener Straße erfolgt von Montag, 27. Mai, an. Anfang Juni findet der Aufbau einer neuen Ampel am Tutzinger-Hof-Platz statt. "Somit kehren wir wie geplant Schritt für Schritt in die Normalität zurück", skizzierten Abteilungsleiter Schulte und Gebietsinspektor Jacob Eberle das weitere Vorgehen. Die Wegnahme bestimmter Verkehrsbeziehungen am neuralgischen Kreuzungspunkt Tutzinger-Hof-Platz in Verbindung mit der Vollsperrung der inneren Leutstettener Straße habe grundsätzlich funktioniert und zugleich Optimierungspotenziale für die weiteren Planungen aufgezeigt. "Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden und können auf dieser Basis weiterarbeiten", heißt es aus Weilheim. Der besondere Dank des Bauamts gilt den betroffenen Bürgern für ihre Kooperation und den beteiligten Behörden für "die sehr gute Zusammenarbeit", heißt es.

Die Nachwirkungen der Testphase werden allerdings noch ein paar Tage für Verkehrsteilnehmer zu spüren sein. Für die neue Ampelanlage am Tutzinger-Hof-Platz mit seinen fünf Straßenästen - Münchner und Weilheimer Straße (B2), Hanfelder Straße, Wittelsbacherstraße und Josef-Jägerhuber-Straße - müssen neue Masten aufgebaut werden. Während des Aufbaus kann es zu weiteren Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, da diese Arbeiten teilweise im Straßenraum stattfinden. In der inneren Leutstettener Straße bleibt zudem eine halbseitige Straßensperre, weil die Bayernwerke ihre Arbeiten nicht wie erwartet beenden konnten.

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