StarnbergB2-Tunnel soll sicherer werden

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Das Staatliche Bauamt Weilheim aktualisiert die Pläne für die Röhre - doch aus Sicht der Starnberger Feuerwehr und der Stadträte sind die bislang vorgesehenen Aufzüge in den Notausstiegen nach wie vor zu klein.

Von Peter Haacke, Starnberg

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Die Pläne für den B2-Tunnel in Starnberg sollen in Teilbereichen verändert werden: Bereits im Jahr 2007 war das Bauwerk planfestgestellt worden, seither aber haben sich die Anforderungen an den Tunnel erhöht. Das Staatliche Bauamt Weilheim als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland - Bauherr des voraussichtlich mindestens 200 Millionen Euro teuren Tunnels - präsentierte dem Stadtrat bereits Ende Juni die beabsichtigten Änderungen, die von der Regierung von Oberbayern abgesegnet werden müssen. Die Zeichnungen und Erläuterungen konnten bis zum 10. August eingesehen werden, noch bis zum 24. August besteht weiterhin die Möglichkeit, sich zu den vorgesehenen Änderungen zu äußern.

Der Ferienausschuss befürwortete am Montag mehrheitlich eine umfassende Stellungnahme der Stadt; lediglich die beiden BMS-Vertreter sowie Feuerwehrreferent Franz Heidinger (BLS) stimmten dagegen. Ohne Gegenstimme folgte das Gremium dagegen den Anregungen der Feuerwehr und Kreisbrandinspektion, die sich größere Aufzüge und Aufstellflächen für Rettungsdienste wünschen. Von den acht im Stadtrat vertretenen Fraktionen reichten lediglich CSU, WPS und BMS ihre Stellungnahmen ein, die aber gesondert von der Haltung der Stadt bewertet werden.

Vertreter des Staatlichen Bauamts hatten die neuen Pläne dem Stadtrat Ende Juni präsentiert. Wesentliche Änderungen gibt es demnach unter anderem bei der Lage des Notausstiegs an der Emslander Straße, an der Ausstattung sämtlicher Notausstiege, der Brandlöschanlage, am Bauablauf sowie der Beanspruchung von Grundstücken. Hinzu kommt ein Düker auf Höhe eines Schnellrestaurants in der Münchner Straße. Neben den Stadtratsfraktionen waren auch die jeweiligen Sachgebiete im Rathaus zur Stellungnahme aufgefordert.

Die Stadt begrüßt grundsätzlich die Planänderungen. Allerdings gibt es noch Klärungsbedarf zwischen Stadt und Bauamt zur Kostenaufteilung für den Umbau der Petersbrunner Straße sowie für die Abstufung des südlichen Teilbereichs der Gautinger Straße. Diskussionsbedarf zeichnet sich auch für die innerstädtische Verkehrsführung ab: Strittig ist etwa der Entfall einer Linksabbiegespur von der Münchner in die Leutstettener Straße. Noch im Herbst soll ein Konzept zur Umgestaltung der ehemaligen B2 erarbeitet werden. Eine Mehrheit im Gremium stimmte dem BMS-Antrag zu, die Geh- und Radwegstreifen auf mindestens 2,50 Meter zu verbreitern. Die beiden Verkehrsreferenten Thorsten Schüler (UWG) und Franz Sengl (Grüne) enthielten sich eines Beitrags.

Trotz einhelliger Zustimmung im Gremium zu den Stellungnahmen der Feuerwehr - vertreten durch Kommandant Markus Grasl - und der Kreisbrandinspektion - vertreten durch Helmut Schweickart - herrscht weiterhin Unklarheit über die Kosten für Feuerwehrausstattung und Brandschutz im Tunnel. Zwar lobte Grasl am Montag die offene und gesprächsbereite Haltung der Behörde in Weilheim, machte aber deutlich, dass die bislang geplanten Aufzüge in den Notausstiegen schlicht unterdimensioniert seien. Eine Rettungsaktion über Notausstiegstreppen sei im Brandfall für Feuerwehrmänner mit kiloschweren Ausrüstungen kaum zu schaffen.

© SZ vom 20.08.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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