StarnbergVerlängerung der Testphase

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Bis Ende Mai noch soll die geänderte Verkehrsführung unter anderem am Tutzinger-Hof-Platz - hier aus Perspektive der Wittelsbacherstraße - gelten. Die Grünen würden den Testlauf gern verlängern um ein halbes Jahr.
Bis Ende Mai noch soll die geänderte Verkehrsführung unter anderem am Tutzinger-Hof-Platz - hier aus Perspektive der Wittelsbacherstraße - gelten. Die Grünen würden den Testlauf gern verlängern um ein halbes Jahr. (Foto: Franz Xaver Fuchs/Franz Xaver Fuchs)

Die Grünen im Stadtrat möchten den Stresstest zum Tunnelbau auf Starnbergs Straßen um sechs Monate verlängern - sofern das Staatliche Bauamt mitspielt.

Von Peter Haacke, Starnberg

Verkehrsexperiment hin, Straßensperrungen her: Die Stadtratsfraktion der Grünen beantragt eine Verlängerung des Testlaufs im Hinblick auf die Verkehrsführung zur Starnberger Innenstadt um sechs Monate. Eine fünfköpfige Delegation soll nun mit Vertretern des Staatlichen Bauamts Weilheim darüber verhandeln, was in diesem Zusammenhang überhaupt möglich ist.

Überraschend brachte Franz Sengl als Chef der Grünen-Fraktion am Montag einen Eilantrag im Stadtrat ein, der eine Verlängerung des Probelaufs zum Ziel hat. Das Staatliche Bauamt betreibt den Stresstest für das Starnberger Verkehrssystem bereits seit Ende März, spätestens am 25. Mai soll das Experiment beendet sein. Die Behörde erhofft sich unter anderem Erkenntnisse darüber, wie sich die Änderungen - Abbiegeverbote, beschränkte Verkehrsführungen, gesperrte Zufahrt zur inneren Leutstettener Straße und modifizierte Ampelphasen - auf den Verkehrsfluss auswirken. Man will damit eine Situation simulieren, die in der Phase des B2-Tunnelbaus real werden könnte.

Die Grünen erhoffen sich durch eine zeitliche Verlängerung der Simulation eine Änderung der Verhältnisse rund um den Bahnhof See. Insbesondere Verkehrsteilnehmer vom westlichen Seeufer aus Pöcking, Feldafing oder Tutzing sollen schon im Bereich der Dinard- und Bahnhofstraße auf die B2 geleitet werden und so die Innenstadt entlasten, für die sich womöglich weitere Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Hierzu müsste die Fahrtrichtung in der Dinardstraße - eine Einbahnstraße - jedoch umgekehrt werden.

Ob das grundsätzlich machbar wäre, ist unklar. Bürgermeister Patrick Janik (CSU, UWG, SPD, BLS) ist skeptisch hinsichtlich des beantragten Vorhabens der Grünen. Die Aktion "See and the City" habe Starnbergs Verkehrssystem nah an den Kollaps gebracht, und die Hauptstraße (B2) sei jetzt ebenfalls am Limit, zumal die neue Ampelanlage an der Ludwigstraße den Verkehrsfluss hemmt. "Das ist nur eine Idee und sicherlich nicht ausgegoren", entgegnete Sengl, "und wir wissen auch nicht, ob es funktioniert".

Im Gremium fand sich mit 15:9 Stimmen dennoch eine Mehrheit für den Vorschlag, mit dem Staatlichen Bauamt zu sprechen. Die Verhandlungsgruppe - Jakob Bauer, Verkehrsexperte im Rathaus, Bürgermeister Janik, die Verkehrsreferenten Franz Sengl und Thorsten Schüler sowie Anke Henniger, Referentin für Handel, Gewerbe und Tourismus - soll das Machbare ausloten.

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