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Starnberg:Autobahnauffahrt kostet zwei Millionen

Der Bau eines Autobahn-Halbanschlusses an das Gewerbegebiet Schorn würde die Stadt Starnberg rund zwei Millionen Euro kosten. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek hervor, der sich auf Anregung der Starnberger Landratskandidatin Martina Neubauer zum Stand der Planungen erkundigte. Das Ministerium teilt in seiner Antwort an Janecek mit, dass die Planung eines Anschlusses an die Autobahn A 95 allein der Stadt Starnberg obliege. "Die Kosten der Maßnahme sind nach den vorliegenden Entwurfsplanungen mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt und werden durch die Stadt Starnberg getragen", heißt es weiter.

Neubauer sieht sich durch das Schreiben aus Berlin in ihrer grundsätzlichen Kritik am geplanten Ausbau des Gewerbegebiets Schorn, aber auch wegen der "Intransparenz bezüglich Kosten und Zeitrahmen", bestätigt. Der bayerischen Straßenbauverwaltung und dem Bundesverkehrsministerium liegt bislang keine konkrete Zeitplanung, sondern lediglich eine Entwurfsplanung der Stadt Starnberg zum Bau des Halbanschlusses vor. Doch "neben allen klimapolitischen und naturschutzfachlichen Argumenten sehen wir uns nun auch im Hinblick auf die Ausgaben bestätigt", erklärt Neubauer. Der geplante Einsatz von zwei Millionen Euro aus dem Starnberger Stadtsäckel werde "dringend für wichtigere infrastrukturelle Aufgaben" benötigt. Als Beispiele nennt Neubauer die Sanierung von Schulgebäuden, den Umbau in eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt sowie Projekte zum Schutz des Klimas.

© SZ vom 28.09.2019 / phaa

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