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Starnberg:Auf Wassersport verzichten

Landratsamt begründet Appell mit Überlastung von Rettungskräften

Das Landratsamt Starnberg appelliert zum Start der Saison an die Bürger, Wassersport auf den Seen zu unterlassen. Zwar sei nach den Allgemeinverfügung der Regierung wegen der Corona-Krise Sport und Bewegung an der frischen Luft allein oder mit Menschen des eigenen Hausstands erlaubt, die Kapazitäten der Rettungskräfte sollten aber geschont werden, so die Kreisbehörde. Es komme durch die vielen Wassersportler regelmäßig zu Rettungseinsätzen, bei denen das Personal der Wasserwacht, der DLRG, der Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Polizei gefordert werde. Diese Rettungskräfte seien aber auch in zunehmenden Maße in die dynamische Situation rund um Coronainfektionen eingebunden. Sie müssten rund um die Uhr parat stehen und könnten ihre Kapazitäten nicht mit Einsätzen im Freizeitbereich vergeuden.

Das Landratsamt weist zudem darauf hin, dass Sportboothäfen, Vereinsgelände, Trockenliegeplätze, Bootshallen und dergleichen nicht den notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen. Ihr Betrieb sei daher weitestgehend untersagt - mit Ausnahme von begründeten Notfällen. Das Ein- und Auswassern von Booten oder Arbeiten an Wasserfahrzeugen, um sie für die Saison vorzubereiten, gehörten aber nicht dazu und stellen laut Landratsamt keinen triftigen Grund zum Verlassen des eigenen Hausstands dar. Die Wasserschutzpolizei sei angehalten, sich in diesen Fällen an der Allgemeinverfügung zu orientieren.

© SZ vom 01.04.2020

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