Starnberg:Kundgebung gegen AfD-Veranstaltung

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In vielen Städten in ganz Deutschland demonstrieren immer wieder zahlreiche Menschen gegen die AfD. (Foto: Wolfgang Maria Weber/Imago)

Ein breites Bündnis demokratischer Vertreter lädt auf Initiative der Starnberger Jusos zur Demonstration auf dem Kirchplatz für Demokratie und Menschenwürde sowie gegen Hass, Hetze und rechte Gewalt ein.

Von Linus Freymark, Starnberg

Unter dem Motto "Für Demokratie und Menschenwürde. Gegen Hass, Hetze und rechte Gewalt!" findet aus Anlass der AfD-Veranstaltung in der Schlossberghalle eine Gegenkundgebung in Starnberg statt. Beginn der Veranstaltung auf dem Kirchplatz ist am Donnerstag, 23. Mai, um 17.30 Uhr.

Auf der Rednerliste stehen unter anderem der Co-Landesvorsitzende der Grünen, Johannes Becher, der FDP-Kreisvorsitzende Paul Friedrich, der Jusos-Landesvorsitzende Benedict Lang, Hans-Georg Frinder von den Freien Wählern, Rainer Hange vom Starnberger Dialog sowie die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig (CSU) und Christiane Feichtmeier (SPD). Die musikalische Begleitung übernimmt Gitarrist Claus Angerbauer.

Die Initiative der von einem breiten Bündnis unterstützten Kundgebung ging von den Starnberger Jusos aus. Die Jugendorganisation der SPD hat sich im Landkreis im vergangenen Jahr neu gegründet, das Engagement gegen die AfD ist seitdem fester Bestandteil ihres Programms, erklärt Mitglied Frederik Bernrath. Dass die Rechtspopulisten erneut in der Kreisstadt eine große Veranstaltung abhalten, stört den 17-Jährigen und seine Mitstreiter besonders. "Man muss doch mal zeigen, dass Starnberg das nicht möchte", findet er.

Für Bernrath ist klar: Für die Bürger einer Demokratie gehört es dazu, auf Kundgebungen für den Erhalt der Staatsform zu demonstrieren, wenn diese bedroht ist. Dafür sei es wichtig, dass Demokraten zusammenhalten. "Man kann wählen, was man will", sagt Bernrath. "Aber man muss schauen, dass es nicht extrem ist."

Frederik Bernrath, 17, hat die Kundgebung auf dem Starnberger Kirchplatz mitinitiiert. (Foto: Linus Freymark)

Dass sich viele junge Menschen nicht mit politischen Themen auseinandersetzen, findet Bernrath schwierig. "Politik greift in jede Lebensrealität ein", sagt er. Das müsse man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen - genau wie die Tatsache, dass Demokratie nichts ist, das automatisch für immer bleibt.

Frederik Bernrath wird am Donnerstag auch auf dem Kirchplatz sein. Weniger klar ist hingegen, wer kurz darauf in der Schlossberghalle sprechen wird. Eigentlich waren neben AfD-Parteichef Tino Chrupalla und der Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Katrin Ebner-Steiner, auch die Spitzenkandidaten für die Europawahl Maximilian Krah und Petr Bystron angekündigt. Beide werden aber wohl keine Wahlkampfauftritte mehr absolvieren.

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