Sport:Weltmeister-Zwillinge

Zwei Kick-Box-Weltmeister kommen aus Tutzing

Der eine nahm zu, der andere ab. So mussten Julian (links) und Christopher Stadtherr aus Tutzing bei der Weltmeisterschaft nicht gegeneinander antreten.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Julian und Christopher Stadtherr aus Tutzing siegen bei Kickbox-WM

Von Carolin Fries, Tutzing

Ihre Freude haben Julian und Christopher Stadtherr in die gleichen drei Worte gepackt. "Ich liebe Dich" schrien die Zwillingsbrüder jeweils nach ihrem letzten Kampf bei der Kickbox-Weltmeisterschaft Ende September im österreichischen Wagrain. Die 18-Jährigen holten beide in der "Kick-Light"-Disziplin den Titel - Christopher in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm, Julian in der bis 75 Kilogramm. Um nicht gegeneinander antreten zu müssen, hatten sie die Wochen zuvor entsprechend ab- beziehungsweise zugenommen. Für die Siege dankten sie im Moment des Erfolgs ihrem Trainer Walter Oswald vom Kampfsportclub (KSC) Tutzing.

Insgesamt 1283 Athleten waren um die begehrten Titel in den verschiedenen Disziplinen und Gewichtsklassen angetreten, der KSC war mit fünf Kämpfern angereist. Die Wochen zuvor hatten sie alle hart trainiert, "drei Mal wöchentlich mindestens", so Oswald. Nachdem der zweitgrößte deutsche Kickbox-Verband WKU ihn zum Landestrainer berufen hatte, konnte er mit dem Leistungskader trotz Coronakrise wieder das Training in der Halle aufnehmen, "dafür sind wir der Gemeinde Tutzing sehr dankbar". Zunächst war geplant, dass die Zwillingsbrüder in der Leichtkontakt-Disziplin antreten, schließlich entschieden sich die beiden aber für den "Kick-Light".

Hier gilt es mit gut kontrolliertem Kontakt zu kämpfen, anstatt in Richtung Rumpf und Kopf wird überwiegend auf die Schenkel des Gegners gekickt. Die finalen Kämpfe der Brüder fanden spätabends statt, auch deshalb hatte Oswald "gar nicht mit Siegen gerechnet". Doch das Brüderpaar aus Tutzing triumphierte, Christopher Stadtherr belegte zudem den dritten Platz in der Leichtkontakt-Disziplin. Und auch deren 19 Jahre alter Bruder Alexander konnte sich beweisen und wurde Dritter im Leichtkontakt. Im Vollkontakt bis 75 Kilogramm trat er gegen die Konkurrenz aus drei Kontinenten an und verlor knapp im Finale.

Ebenfalls Vizeweltmeister wurde der 14 Jahre alte Samuel Partheymüller im Leichtkontakt, seine ältere Schwester Viola indes konnte ihren Titel nicht verteidigen und wurde Dritte in der Leichtkontakt-Klasse bis 60 Kilogramm. "Ich bin sehr stolz auf alle", sagt Oswald. Richtig Zeit zum Feiern blieb der Truppe noch nicht, Anfang November steht bereits der Worldcup in Bregenz an. Doch das traditionelle Essen im All-you-can-eat-Restaurant - das gab es schon.

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