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Skulpturenweg Wörthsee:Sieben Zentner Saat

'Die Saat' am Skulpturenweg Wörthsee

Prost: Johannes Englmeier, Juliane Seeliger, Tanja Schmalzl und Sonya Schreyögg vom Skulpturenweg-Verein stoßen mit Bildhauer Peter Heesch an (v.l.).

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Massive Basaltskulptur von Peter Heesch bereichert die Wörthseer Kunstmeile

Von armIN GREUNE, Wörthsee

Der Skulpturenweg der Gemeinde kann abermals mit einem neuen Kunstwerk aufwarten. Als mittlerweile zwölftes Objekt wurde kürzlich "Die Saat" des Seefelder Bildhauers Peter Heesch aufgestellt: Die massive, schwere Skulptur ist nun am Badeplatz in Walchstadt bei der Maistraße zu sehen. Sie soll die aufspringende Schale einer Bohne darstellen: Wie schon der Titel suggeriert, soll hier etwas keimen, das zu späterer Größe heranwachsen kann - ein Versprechen gewissermaßen, wie es Juliane Seeliger-von Gemmingen, Kulturbeauftragte der Gemeinde, formuliert: "Unter der rauen Schale warten Samenkörner, sich zu entfalten, die Schale platzt schon auf." Heeschs Arbeit besteht aus Säulenbasalt, einem extrem harten und dichten Tiefengestein, sie wiegt rund 350 Kilogramm. Der Metallsockel der Skulptur musste entsprechend aufwendig statisch berechnet und konzipiert werden. Unwillkürlich fragt sich der Betrachter: Was wird aus dieser Saat aufgehen?

Peter Heesch arbeitet seit 25 Jahren als Bildhauer, der gebürtige Seefelder hat an der Holzbildhauerschule Berchtesgaden und in einer Bronzegießerei sein Metier gelernt und unter anderem in Norwegen und Zimbabwe an Symposien mitgewirkt. Er ist seit 2006 Dozent für Holzbildhauerei beim "Symposion Weißenseifen". Mit seinen Holz- oder Steinskulpturen will Heesch eine Einheit von Material, Form und Ausdruck vermitteln; die Werke bewegen sich im Spannungsfeld von figürlich und abstrakt, oft dienen Tiere als Motiv.

Wie alle im öffentlichen Raum rund um den Wörthsee platzierten Kunstwerke ist "Die Saat" eine Leihgabe, die zum Verkauf steht. Im Oktober 2019 wurde der Skulpturenweg eingeweiht, die Idee hatten Johannes Englmeier und Andreas Huber. Bis Ende des Sommers sollen an die 20 Objekte aufgestellt sein.

© SZ vom 21.07.2020

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