SilvesterWörthsee greift durch

Gemeinde verbietet das Böllern auf allen Straßen und Plätzen

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Was die Böllerei an Silvester angeht, macht die Gemeinde Wörthsee kurzen Prozess: Feuerwerke sind auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen verboten. An die Bürger wird appelliert, in diesem besonderen Jahr auch auf ihren Privatgrundstücken auf das Knallen zu verzichten. Der Beschluss fiel in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch einstimmig.

Die Vorlage der Verwaltung sah zunächst anders aus. Danach sollten Silvesterfeuerwerke auf den von der Gemeinde verwalteten Freibadeplätzen, Parkanlagen, Seezugängen und Parkplätzen, auf den Grundstücken an Rathaus, Grundschule, Kinderhort, Jugendhaus, Feuerwehrhäusern und beim Sportgelände sowie an allen Straßen am und zum See untersagt sein. Das sei die Empfehlung an das Landratsamt, sagte Geschäftsleiterin Christa Heintel. Sie erwarte aber ohnehin noch Verbote "von oben". Dirk Bödicker (Wörthsee-Aktiv) befürchtete durch die genaue Nennung verbotener Plätze eine Verdrängung der Böllerei, zum Beispiel zum Rodelberg. Sein Vorschlag: "Auf öffentlichen Straßen wird nicht geschossen. Punkt." Vize-Bürgermeister Josef Kraus (CSU) schloss sich dem an. Philip Fleischmann (CSU) war es wichtig zu betonen, dass es nicht darum gehe, die Silvesterfreude zu verbieten, sondern wegen der Ansteckungsgefahr Gruppenbildungen zu verhindern. Veronika Wihan (Grüne) wies auch auf die Verletzungsgefahr hin, die durch Böller bestünde und die Krankenhäuser belaste. "Und die Umwelt freut sich auch", meinte sie.

© SZ vom 11.12.2020 / csn - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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