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Segeln in Starnberg:Mit "Burgl" auf Titeljagd

Andreas Spranger, Isabell Kroiss und Jacob Meggendorfer (von links) taufen das neue Boot auf den Vornamen der Hauptsponsorin "Burgl“.

(Foto: Arlet Ulfers)

Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger starten mit neuem Boot bei den Deutschen Segel-Meisterschaften

Startklar für die Internationale Deutsche Meisterschaft der 49er am Starnberger See: Nach der Taufe ihres Bootes "Burgl" sind Jakob Meggendorfer und sein Vorschoter Andreas Spranger bereit für die Wettfahrten. Der 49er wurde durch ein sogenannte "Crowdfunding" finanziert, das heißt Mitglieder des Bayerischen Yacht-Clubs (BYC) sowie Freunde und Bekannte der Segler haben Geld für den Kauf gespendet. So ist das Boot auch zu seinem Namen gekommen: "Burgl" ist der Vorname der Hauptspenderin.

Der 23-jährige Steuermann Meggendorfer und sein Teamkollege, der 22 Jahre alte Spranger, sind ursprünglich aus Rosenheim und Kraiburg, sie fingen als Sieben- und Achtjähriger am Chiemsee mit dem Segeln an. Erst Opti, dann 29er und nun 49er. Mittlerweile leben beide in Kiel und trainieren dort am Olympischen Bundesstützpunkt. Ihre Erfolge können sich sehen lassen, 2016 gewannen sie Bronze bei der Juniorenweltmeisterschaft, im vergangenen Jahr belegten sie bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft den dritten Platz. "Dieses Jahr wollen wir gewinnen", meint Meggendorfer. Beim Weltcup in Miami anfang dieses Jahres schafften die beiden es auf den vierten Platz.

Das Team startet für den BYC, hier werden auch die diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaften der 49er und der 49erFX ausgetragen. Los geht's am Donnerstag, 26. September, die letzten Wettfahrten und die Siegerehrung sind für Sonntag, 29. September, geplant. Insgesamt sollen die Segler beider Klassen bei 15 Wettfahrten und die zehn Punktbesten bei einer Medaillenfahrt antreten. Der 49er gilt mit einer Fahrtgeschwindigkeit von bis zu 30 Knoten (etwa 55,6 Kilometer pro Stunde) als das schnellste und wohl spektakulärste Olympische Boot. Sein "kleiner Bruder", der 49erFX hat zwar etwas weniger Segelfläche, wird aber auch mit geringerem Crewgewicht gesegelt.

Für die Klasse der 49er haben sich 22 Teams gemeldet, für die 49erFX sechs. Die Sportler kommen unter anderem aus Deutschland, Ungarn, Norwegen und der Schweiz. Zum Auftakt gibt es ein Weißwurstfrühstück, an den Abenden folgen dann ein Bayerischer Grillabend, eine "Pasta-Party" und ein Segler-Dinner im Casino des BYC.