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Freizeit am Starnberger See und Ammersee:Volle Fahrt voraus!

Starnberg, See

50 Meter lang ist die MS Starnberg.

(Foto: Georgine Treybal)

Die Bayerische Seenschifffahrt darf ihre Schiffe wieder nach Normal-Fahrplan auf den Seen fahren lassen.

Für den Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt, Michael Grießer, ist es ein Schritt in Richtung Normalität: Von sofort an gilt für die Ausflugsdampfer auf den bayerschen Seen und demnach auch auf dem Starnberger See und Ammersee wieder der reguläre Fahrplan. Konkret bedeutet dies, dass wieder alle Haltestellen an beiden Seen angefahren werden - und Tutzing nun als Drehkreuz auf dem Starnberger See fungiert. Der bayerische Finanzminister Albert Füracker weist aber darauf hin, dass wegen der Corona-Pandemie auch weiterhin Vorsicht geboten sei, und er appelliert an die Passagiere, bei der Fahrt über den See die notwendigen Hygieneregeln nicht zu vergessen. Zum Schutz von Gästen und Besatzung gilt an Bord weiterhin die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Normalerweise beginnt die Hauptsaison der Bayerischen Seenschiffahrt zu Ostern, wegen der Ausbreitung des Coronavirus blieben die Schiffe aber Pfingsten in den Häfen. Nach dem Start Ende Mai wurde auf dem Starnberger See und dem Ammersee zunächst nur ein eingeschränktes Programm mit speziellen Rundfahren angeboten. So sind die Dampfer vorübergehend nur zu etwa einstündigen Rundtouren aufgebrochen, Haltepunkte gab es nicht, Aus- und Umstiege waren bislang nicht möglich. Von Pfingsten an wurden zwar alle Haltestellen angesteuert, es wurden auch nördliche und südliche Routen angeboten, allerdings zeitlich recht eingeschränkt. Für die Bayerische Seenschifffahrt bedeutet die Corona-Pandemie und der damit verbundene späte und dann eingeschränkte Fahrplan enorme Einbußen. Kurz vor dem ersten Start an Pfingsten hatte Minister Füracker davon gesprochen, dass sich diese Saison für die Schifffahrt nicht rechnen werde.Denn heuer blieben auch auf dem sonst ganzjährig befahrenen Königssee alle Schiffe wegen der Corona-Pandemie in den Häfen. Auch den Tegernsee befuhr bis Pfingsten kein Dampfer mehr.

Tutzing Starnberger See, Dampfersteg

Tutzing hat einen neuen Dampfersteg.

(Foto: Georgine Treybal)

Nun aber könne wieder zum gewohnten Normalbetrieb übergegangen werden, erklärte er jetzt. In Tutzing bedeutet das übrigens, dass hier auf einem neu gebauten Steg nun auch einzelne Umstiege in Richtung Süden und Norden möglich sind. Informationen über die Fahrpläne im Detail sind unter www.seenschifffahrt.de abrufbar.

© SZ vom 20.06.2020 / abec
Starnberg, See

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:Unter Deck die Maskenpflicht, unter freiem Himmel das Abstandsgebot

Wegen der Corona-Pandemie mussten die Ausflugsschiffe in den Häfen bleiben, an diesem Samstag legen sie wieder ab - manches aber wird an Bord ungewohnt sein.

Von Jessica Schober

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