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Seefeld:Zuschuss fürs Filmfestival

Es ist ein Zeichen für die Kultur, die während der Corona-Krise "besonders gebeutelt" wurde, wie es FDP-Gemeinderat Oswald Gasser formulierte. Mit zwölf gegen sieben Stimmen beschloss das Seefelder Ratsgremium das Fünfseen-Filmfestival von Kinobetreiber Matthias Helwig wie beantragt mit 5000 Euro zu unterstützen. Anfang September sollen an mehreren Standorten besondere Kinofilme gezeigt werden - auch im Breitwandkino im Schloss Seefeld. Nicht alle im Gremium waren mit dieser Entscheidung einverstanden. "Wenn wir so weitermachen, dann geht uns im Oktober das Geld aus", mahnte Johanna Senft (BVS). Sie fand es auch ungerecht den örtlichen Vereinen gegenüber, denen die Gemeinde die Zuschüsse gekürzt hat. Die Mehrheit war allerdings der Auffassung, dass mit der Zuwendung auch der Kinostandort Seefeld gestärkt werde. "Was wäre Seefeld ohne das Kino? Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung", betonte Nikolas Rathert (Grüne/BI). Martin Dameris (SPD) erklärte, dass das Kinofestival auch ein "Dankeschön für alle Menschen" sei, die während der Corona-Pandemie auf vieles haben verzichten müssen. "Viele können nicht in den Urlaub fahren", so hätten sie wenigstens eine schöne Abwechslung in der Heimat. "Matthias Helwig geht mit dem Festival ein hohes Risiko ein, weil man derzeit schlecht planen kann", warf Kulturreferentin Brigitte Altenberger (SPD) ein. Den Mut etwas auf die Beine zu stellen, müsse man unterstützen.

© SZ vom 04.07.2020 / pat

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