Durch ihr Förderprogramm zur Nutzung regenerativer Energien und Eindämmung von Wärmeverlusten hat die Gemeinde Seefeld einiges zum Klimaschutz beigetragen. Seit Beginn der Aktion vor 21 Jahren konnte damit der Ausstoß des bedeutendsten Treibhausgases Kohlendioxid um jährlich 854 Tonnen herabgesetzt werden - was den durchschnittlichen Emissionen von 90 Bundesbürgern entspricht. Allein im vergangenen Jahr betrug die Reduktion 46 Tonnen CO₂, wie Ernst Deiringer vom Energiewendeverein berichtet. Für 32 Maßnahmen habe die Kommune 2019 insgesamt knapp 90 000 Euro beigesteuert. Das Resultat: 122 000 Kilowattstunden Energie konnten entweder eingespart oder aus neuen regenerativen Quellen erzeugt werden. Im vergangenen Jahr habe die Gemeinde vor allem Fotovoltaikanlagen mit Speicher, Niedrigenergiehäuser und die Wärmeisolation von bestehenden Gebäuden bezuschusst, so Deiringer.
Nicht nur die Umwelt, sondern auch die regionale Wirtschaft habe vom Förderprogramm profitiert. In 21 Jahren konnte Seefeld mit dem Einsatz von 1,2 Millionen Euro Investitionen im Gesamtumfang von etwa 12 Millionen Euro anstoßen. Rund die Hälfte der Summe kam Betrieben aus dem Landkreis Starnberg zugute, mehr als ein Viertel davon floss an örtliche Firmen.
Die meisten Mittel hat die Kommune bislang für die Wärmedämmung bereitgestellt: 199 Anträge wurden bewilligt, 514 000 Euro ausgezahlt. An zweiter Stelle stehen Niedrigenergie- und Passivhäuser, die mit 350 000 Euro für insgesamt 82 Maßnahmen bezuschusst wurden. Zur Umstellung von Heizungen auf regenerative Energiequellen wie Erdwärme, Holz oder Solarthermie steuerte Seefeld 180 000 Euro bei, die sich auf 53 Investitionen verteilen. Für private Fotovoltaikanlagen - die nur von 1999 bis 2004 gefördert wurden - und Energiespeicher wendete die Kommune 140 000 Euro auf. Der Rest entfiel auf kleinere Verbesserungen oder Warmwasserkollektoren und Gas-Brennwertkessel, die bereits seit der Jahrtausendwende nicht mehr bezuschusst werden.
Wenn man den Anteil der Fördersummen für die Investitionsbereiche mit dem Anteil am Energiegewinn vergleicht, sind die Zuschüsse zu regenerativen Heizsystemen am effektivsten eingesetzt: 15 Prozent der Finanzspritzen stehen 32 Prozent Energiegewinn gegenüber. Für Niedrigenergiehäuser wurden 29 Prozent der Mittel eingesetzt und damit 40 Prozent Energiegewinn erzielt.