„Wir haben dieses Jahr ein vielseitiges Programm für Jung und Alt“, sagt Kuratorin und Leiterin Silvia Dobler über das Studio Rose in Schondorf. Optischer Blickfang ist derzeit das direkt auf die Fassade gemalte Werk „Animarosae“ von Martin Blumöhr, das im vergangenen Jahr entstanden ist. Das Studio Rose selbst bietet mit einem elf Quadratmeter großen Vorraum sowie dem 56 Quadratmeter großen Hauptraum kein allzu großes Platzangebot. Dieses kann Dobler um das Atelier Rose und unter Einbeziehung des Gartens erweitern. Bereits jetzt, am Anfang des Kulturjahres, für das Dobler ein Budget von 25 000 Euro zur Verfügung hat, gibt es zahlreiche Anmeldungen für Führungen mit museumspädagogischen Konzepten für jedes Alter.
Pro Ausstellung, die meist drei Wochen und vier Wochenenden lang gezeigt wird, sind es im Schnitt 60 bis 80 solcher Führungen. „Es geht uns darum, in den Dialog zu treten“, sagt Dobler. Jede Führung sei daher anders. Dazu kommen noch begleitende Veranstaltungen, im vergangenen Jahr waren es 18. „Oft platzen wir dann aus allen Nähten, was sehr schön ist“, sagt Dobler über den wachsenden Zuspruch. Seit 2020 leitet sie die Kultureinrichtung der Gemeinde Schondorf.
Zu den Ausstellungen kommen noch Kooperationen, zum Beispiel mit „Literatürchen“. Ein besonderes Anliegen ist Dobler die große Benefizveranstaltung zugunsten des Kinderhospizes Polling am 13. Juni von 14 bis 21 Uhr. Es beteiligen sich die Schondorfer Kindergärten und Schulen, eine Kunstversteigerung sowie Musikangebote sind geplant.
„Stein trifft Leinwand“ ist der Titel der kommenden Ausstellung im März. Von 6. bis 27. März zeigt Brigitte Cabell Steinskulpturen, Stefan Wehmeier steuert Gemälde bei. Von 24. April bis 17. Mai ist der Künstler Paulo de Brito zu Gast. In seinem Projekt „Ignis“ verbindet er Skulpturen, Zeichnungen, Drucke, Videoarbeiten und Installationen. Die Arbeiten sind von verbrannter Erde, verkohltem Holz, Asche und Hitze geprägt. Aus einer persönlichen Erfahrung in der Kindheit heraus beschäftigt sich der Künstler mit Waldbränden.
Dobler ist gerade dabei, Gemälde des Künstlers Herbert Rolf Schlegel aus Privatsammlungen für eine Ausstellung im Juni zusammenzutragen. Schlegel wurde 1889 in Breslau geboren, lebte von 1932 an in Schondorf und arbeitete unter anderem als Kunsterzieher im Landheim Schondorf. Er starb 1972 in Landsberg. Auch die Gemeinde Schondorf besitzt einige Werke. Terminiert ist diese Ausstellung von 19. Juni bis 12. Juli.
Der Seerosenkreis aus München ist mit Malerei und Skulpturen vom 25. September bis 18. Oktober zu Gast. Im November oder Dezember werden Stahlskulpturen des Schondorfer Künstlers Thomas Lenhart gezeigt. Dazu soll es eine Lichtinstallation geben. Von 20. Dezember bis 6. Januar 2027 schließt das Jahr mit dem Adventskalendertürchen. Die Planungen laufen noch. „Es werden noch einige Veranstaltungen dazu kommen“, verspricht Dobler.
Studio Rose, Bahnhofstraße 35, Schondorf, studiorose.de

