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Schondorf:Rathaus unter Wasser

Wasserschaden im Rathaus; Rathaus Schondorf

Vom ersten Stock bis in den Keller ist das Wasser durch die Decken des Schondorfer Rathauses gesickert. Die meisten Räume sind so feucht, dass das Gros der Verwaltungsmitarbeiter in die Grundschule umziehen muss.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Großteil der Gemeindemitarbeiter muss in Schule ausquartiert werden

Von Armin Greune, Schondorf

Eine geborstene Leitung oder ein defekter Boiler in einer Küche im ersten Stock hat vermutlich große Teile des Schondorfer Rathauses unter Wasser gesetzt und dort die Verwaltungsarbeit vorerst unmöglich gemacht. Nur in vier Zimmern ist es so trocken geblieben, dass sich die Beschäftigten dort länger aufhalten können - der Großteil der Mitarbeiter wird von diesem Donnerstag an in die Grundschule ausquartiert. Sobald die Telefonleitung dort steht, werden die Rufnummern auf der Homepage der Gemeinde www.schondorf.de bekanntgeben.

Entdeckt wurde das Malheur am frühen Montagmorgen. Bis dahin war das Wochenende über das Wasser durch alle Decken bis in den Keller gesickert. Sämtliche Teppiche und die Möbel im Westflügel des Rathauses, wo Finanzverwaltung, Bauamt und Bürgermeister untergebracht sind, waren durchnässt. Selbst die Schreibtischschubladen des Rathauschefs hatten sich mit Wasser gefüllt, mehr als 100 Kartons mit Akten mussten geborgen werden. Die Freiwillige Feuerwehr Schondorf rückte mit fünf Einsatzkräften und drei Nasssaugern an, dieser erste Einsatz am Montag dauerte etwa 90 Minuten. Seitdem laufen die Gebäudetrockner nonstop. Ein Gutachter der Versicherung nahm am Mittwoch die Schäden auf, das finanzielle Ausmaß lässt sich noch nicht abschätzen. Ralf Müller, Geschäftsleiter der Gemeinde, rechnet damit, dass die Trockengeräte mindestens drei Wochen lang betrieben werden müssen. Danach sollen die Handwerker wie Schreiner, Maler und Bodenverleger anrücken. Es sei abzusehen, dass die Instandsetzungen und Reparaturen nicht bis zum Ferienende abgeschlossen werden können, meint Müller. Deshalb sollen Container für die Rathausmitarbeiter angemietet werden.

© SZ vom 06.08.2020

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