Schäftlarn Ortsumfahrung über Felder

Umfahrung für Schäftlarn: Diese Simulation zeigt, wie die Trasse B über die Felder aussehen könnte.

(Foto: Ingenieurbüro Schöneberg/oh)

Schäftlarn stimmt für kürzere Variante zur Verkehrsentlastung

Von Florian Zick, Schäftlarn

Es war eine überaus zähe Angelegenheit, doch nach zehn Jahren Planung steht nun fest, wo die Ortsumfahrung Schäftlarn verlaufen soll: Beim Bürgerentscheid am Sonntag bekam die Variante B eine deutliche Mehrheit. Die Straße soll demnach von der Bundesstraße B 11 zur Autobahn A 95 ortsnah nördlich der Gemeinde über die Felder gebaut werden und nicht, wie von einer Bürgerinitiative gefordert, in großem Bogen durch den Wald.

Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) zeigte sich ob dieser Entscheidung erleichtert. Die Trasse über die Felder sei die einzig sinnvolle Variante, sagte er. Mit ihren gut 2,8 Kilometern sei sie nicht nur deutlich kürzer als die über fünf Kilometer lange Waldtrasse, sondern mit knapp zehn Millionen Euro an geschätzten Baukosten auch etwa vier Millionen Euro günstiger. Zudem habe der renommierte Verkehrsgutachters Harald Kurzak beim Bau der Variante B eine deutlich bessere Verkehrsentlastung für Hohenschäftlarn prognostiziert, als das beim Bau der Variante B1 durch den Wald der Fall wäre. Aufgrund dieser Gemengelage hatte der Gemeinderat bereits vergangenen Sommer mit deutlicher Mehrheit beschlossen, die Umgehungsstraße über die Felder zu bauen. Dass die Diskussion um die Umfahrung nun beendet ist, gilt dennoch als unwahrscheinlich: Betroffene Landwirtehaben schon angekündigt, dass sie keinen Grund abtreten wollen. Gut möglich also, dass die Gemeinde zum Mittel der Enteignung greifen muss.