Sanierung Seespitz ohne Pavillon

Die Stadt hat die beliebte Laube abmontiert

Von Peter Haacke, Starnberg

Der Pavillon am nördlichen Ende der Starnberger Seepromenade ist seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für Alt und Jung - auch wenn inzwischen sowohl die Stele im See als auch die Trauerweide nicht mehr vorhanden sind.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Der Seespitz am Nordufer des Starnberger Sees zählt unumstritten zu den schönsten Plätzen der Kreisstadt. Vom schmiedeeisernen Pavillon aus, der irgendwie an einen zu groß geratenen Vogelkäfig aus dem vorletzten Jahrhundert erinnert, lädt der unverstellte Blick auf See und Alpenkette schon seit Jahrzehnten zum Verweilen und Sinnieren ein. Der Seespitz ist seit jeher ein Treffpunkt für Alt und Jung, denn fast könnte man glauben, der See gehöre einem ganz allein - wenigstens für einen Augenblick. Die vielfach preisgekrönte Starnberger Schriftstellerin Petra Morsbach etwa zählt diesen Ort, dem etwas durchaus Magisches anhaftet, zu ihren Lieblingsplätzen in der Kreisstadt. Doch seit wenigen Tagen ist dieser Hort der Ruhe seltsam verändert, denn der Vogelkäfig mit seinen Sitzgelegenheiten ist weg. Stattdessen finden sich vor der verbliebenen Trauerweide am Seeufer - eine weitere wurde leider gekappt - nun drei Baken mit Warnleuchten, auf einer steht geschrieben: "Der Grüne Pavillon wird derzeit renoviert und steht bald wieder für Sie bereit."

Drei Baken und ein Hinweis: Der Pavillon wird derzeit renoviert.

(Foto: Peter Haacke)

Unbekannt ist, wie alt der Pavillon tatsächlich ist und wer ihn einst spendete. Doch ganz offensichtlich schien er nicht mehr verkehrssicher zu sein: Die Standfüße waren an einigen Stellen nahezu durchgerostet und die Farbe war an vielen Stellen abgeplatzt, teilt Rathaus-Sprecherin Lena Choi mit. Der Pavillon wird in einer Schlosserei aufgearbeitet und soll nächstes Frühjahr mit frischer Farbe wieder aufgestellt werden.