Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, 74, ist von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Freitag mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgt in Anerkennung ihres Engagements für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Das Große Verdienstkreuz zählt zu den höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik und wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in herausragender Weise in Politik und Gesellschaft engagiert haben.
Leutheusser-Schnarrenberger, seit 1978 Mitglied der FDP, gehört dem Freiburger Kreis und dem linksliberalen Flügel der FDP an. Von 1979 bis 1990 war sie beim Deutschen Patentamt in München tätig, von 1991 bis 2013 war sie Mitglied des Bundesvorstands der Liberalen. In der Regierung Kohl wirkte sie von 1992 bis 1996 sowie im Kabinett von Angela Merkel von 2009 bis 2013 als Bundesjustizministerin. Von 2018 bis 2o24 war sie die erste Antisemitismusbeauftragte Nordrhein-Westfalens, von 2019 bis 2023 zudem Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes.
Seit 2002 bekleidet Leutheusser-Schnarrenberger für die FDP ein Mandat im Starnberger Kreistag und engagiert sich auf lokalpolitischer Ebene zudem im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Feldafing. Weiterhin setzt sie sich im Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ein und spricht regelmäßig bei Gedenkveranstaltungen, um ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen.
Mit der Auszeichnung werde nicht nur ihr persönlicher Beitrag gewürdigt, sondern auch das Engagement vieler Menschen, die sich für ein solidarisches und zukunftsfähiges Zusammenleben einsetzen, kommentierte die Starnberger FDP-Kreistagsfraktion die Auszeichnung. Sie sieht in der Ehrung für Leutheusser-Schnarrenberger den Ansporn, „weiterhin an einem politischen Klima zu arbeiten, das Freiheit und Verantwortung für alle Bürger fördert“.

