Rauch in der Tiefgarage Bankgeschäfte lahmgelegt

Nichts geht mehr: Nach einem Brandalarm sperrt die Polizei am Dienstagvormittag für zweieinhalb Stunden die Kreissparkasse Starnberg.

(Foto: Georgine Treybal)

Leck in der Kältetechnikanlage der Kreissparkasse Starnberg löst Brandalarm aus. Die Polizei riegelt das Gebäude ab

Von Christian Deussing, Starnberg

Kunden der Kreissparkasse Starnberg, die am Dienstagvormittag ihre Bankgeschäfte erledigen wollten, mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen: Ein Leck in der Kältetechnikanlage im Keller der Bank löste gegen elf Uhr einen Brandalarm aus. Sämtliche Mitarbeiter und Kunden mussten das dreistöckige Gebäude an der Wittelsbacherstraße sofort verlassen, stundenlang lief über Lautsprecher eine Warndurchsage.

Etwa 25 Feuerwehrleute, davon ein Dutzend Retter mit Atemschutzgeräten, rasten zum Bankgebäude, um den weiteren Austritt des gasförmigen Kältemittels für die Klimaanlage zu stoppen. Die Kellerräume neben der Tiefgarage seien vernebelt gewesen, berichtet Maximilian Maenner, Einsatzleiter der Starnberger Feuerwehr. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei Starnberg zum Glück niemand.

Gegen elf Uhr war beispielsweise Rainold Hanec aus Pöcking in die Tiefgarage gefahren. "Als ich ausstieg, hörte ich die Alarmdurchsage, sofort das Haus zu verlassen, Ruhe zu bewahren und nicht den Aufzug zu benutzen." Der 69-Jährige musste wie viele andere Autofahrer auch stundenlang auf seinen Wagen verzichten. Grund für den Alarm war laut Feuerwehr ein technischer Defekt, der erst mit Unterstützung der Kraillinger Kältetechnikfirma, die die Anlage eingebaut hatte, behoben werden konnte.

Mitarbeiter der Fachfirma dichteten mit Hilfe der Einsatzkräfte das etwa fünf Zentimeter große Leck in der Kühlleitung ab. Die Feuerwehr wird der Bank die Kosten des Einsatzes berechnen - nach derzeitiger Schätzung wohl eine vierstellige Summe. Erst gegen 13.30 Uhr wurde die polizeiliche Absperrung aufgehoben. Die Bank konnte danach wieder geöffnet werden.