bedeckt München 26°

Starnberg:Randale vor Polizeiwache: Ermittler suchen weitere Videos

Rund 50 Schüler versuchten, Polizeiwache zu stürmen

Ein Fenster der Polizeiinspektion Starnberg ist eingeschlagen.

(Foto: dpa)

Die Kripo bittet um Mitschnitte und Bilder von Donnerstagnacht. Der 15-Jährige, der betrunken vor dem Gymnasium randaliert haben soll, hat die Klinik inzwischen verlassen.

Das Loch ist immer noch in der Scheibe, das Dienststellenschild liegt bei der Spurensicherung, Fingerabdrücke sind darauf sichergestellt worden. Die Kripo sucht weiter nach Jugendlichen, die sich am Donnerstag an der Randale vor Starnberger Polizeiinspektion beteiligt haben, und bittet um Handyvideos, Tonaufnahmen und Bilder aus der Zeit zwischen 21.30 Uhr und 22.30 Uhr. Das Präsidium hat ein Upload-Portal zum Hochladen der Dateien eingerichtet.

Derzeit wertet die Ermittlungsgruppe "Rheinlandstraße" mit zwölf Beamten Filme aus. Diese seien jedoch nur "spärlich" eingegangen oder sichergestellt worden, sagte Präsidiumssprecher Hans-Peter Kammerer. Ziel sei, die Vorfälle zu rekonstruieren, Zeugen und Verdächtige zu identifizieren. In der Nacht seien die Personalien von 80 Menschen aufgenommen worden.

Polizei in München Drogen, Hitze, Aggressionen
Randale in Starnberg

Drogen, Hitze, Aggressionen

Am Rande eines Sommerfests an einem Starnberger Gymnasium wollen Jugendliche eine Polizeiwache stürmen. Wie konnte es dazu kommen?   Von David Costanzo

Der mutmaßliche Randalierer hat die Klinik verlassen

Bislang ermittelt die Kripo gegen drei Jugendliche. Ein betrunkener 15-Jähriger soll während des Sommerfests des Gymnasiums vor dem Eingang randaliert haben. Die Polizei hatte ihn in Gewahrsam genommen und in die Klinik gebracht, nachdem er über Kopfschmerzen klagte. Dort wurde er seinem Vater übergeben. Am Wochenende habe der Jugendliche, der nicht das Gymnasium besucht, die Klinik verlassen, sagte der Sprecher. An Verletzungen seien Abschürfungen festgestellt worden.

Zwei weiteren Jugendlichen - einem 19-Jährigen aus Berg und einem 15-Jährigen - wird vorgeworfen, dass sie versucht haben sollen, den mutmaßlichen Randalierer zu befreien. Laut Polizei hatten sich 100 Jugendliche vor der Wache versammelt. Steine und Flaschen flogen, eine kleine Gruppe versuchte, die Inspektion zu stürmen.

Hinweise per Upload oder an Telefon 08141/6120

Polizei in Bayern Direktor des Starnberger Gymnasiums verteidigt seine Schüler

Sturm auf Polizei

Direktor des Starnberger Gymnasiums verteidigt seine Schüler

Josef Parsch, Lehrer, Eltern und die Bürgermeisterin erklären, dass die Randale nichts mit der Schule zu tun hat - sondern mit einer Fete auf dem Gehweg davor.   Von David Costanzo