Ein 77-jähriger Mann ist am Samstag im Raistinger Baggersee ertrunken. Wie die Polizei mitteilt, konnte er zwar schnell aus dem Wasser geborgen und wiederbelebt werden, erlag aber Stunden später am Abend in einem Krankenhaus den Folgen des Badeunfalls.
Bei der Bergung aus dem Wasser spielten sich dramatische Szenen ab. Der 77-Jährige war am Samstagnachmittag zusammen mit seiner Ehefrau beim Schwimmen, berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Plötzlich habe er sich nicht mehr an der Wasseroberfläche halten können und sei untergegangen, heißt es im Polizeibericht. Die Frau rief um Hilfe, zwei 13-jährige Buben, die mit ihrem SUP-Board in der Nähe waren, eilten sofort herbei, tauchten nach dem Mann und konnten ihn nach wenigen Minuten wieder nach oben ziehen. Währenddessen setzten andere Badegäste einen Notruf ab, die Integrierte Leitstelle alarmierte den Rettungsdienst und schickte einen Hubschrauber mit Notärzten zu dem Baggersee im Süden von Raisting.
Die Ersthelfer brachten den Verunglückten mit dem SUP-Board an Land und begannen unter telefonischer Anleitung der Integrierten Leitstelle mit der Reanimation, bis die Notärzte eintrafen. Der zunächst wiederbelebte Mann wurde dann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Wie in derartigen Fällen üblich, hat die Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache übernommen. Derzeit sei davon auszugehen, dass gesundheitliche Probleme des Mannes zu dem Unglück führten, heißt es in einer Mitteilung. Über seine Herkunft machte die Polizei am Wochenende keine Angaben.
Es ist nicht er erste tödliche Badeunfall im Fünfseenland in diesem Jahr. Vor etwa zwei Wochen ist eine Rentnerin bei Feldafing im Starnberger See ertrunken. Die 90-Jährige wurde von Badegästen leblos auf dem Wasser treibend entdeckt, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ein 59-jähriger Tretbootfahrer konnte außerdem nach einem Unfall auf dem Ammersee Anfang Mai nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.


