Das Starnberger Gymnasium ist am Mittwoch, 5. November, Schauplatz einer aufwendigen Polizeiübung. Laut Mitteilung der Schulleitung üben die Einsatzkräfte dort in der Zeit von 7 bis zirka 16.30 Uhr lebensbedrohliche Einsatzlagen. Dabei werden verschiedene Szenarien – unter anderem Amoktäter, verschiedene Aggressoren, unterschiedliche Waffenarten – durchgespielt und besprochen. Ein Schwerpunkt soll dabei auch auf dem Bereich „taktische Einsatzmedizin“ liegen.
Weil die Übung möglichst realistisch wirken soll, werden auch geschminkte „Verwundete“ eingesetzt und es wird mit Übungsmunition geschossen. Vorab wurden mehr als 80 Anwohner mit einem polizeilichen Rundschreiben informiert, teilte die Schulverwaltung mit. „Niemand soll erschrecken, wenn er am Mittwoch beim zufälligen Vorbeigehen Schüsse aus der Schule hört oder ‚Verwundete‘ auf dem Pausenhof sieht“, heißt es weiter. Während der Übung dürfen weder Schüler noch Lehrkräfte das Areal des Gymnasiums betreten. Gleichwohl sieht die Schulleitung den Einsatz positiv: „Die Erkenntnisse können uns in echten Notlagen nur helfen“, schreibt Schulleiter Thomas Volz. „Es ist gut, dass dies an unserer Schule stattfinden kann.“
Das Polizeipräsidium in Ingolstadt und die Polizeiinspektion Starnberg bestätigten den Einsatz. Geplant ist eine Übung, bei der Einheiten der Zentralen Einsatzdienste (ZED) Fürstenfeldbruck sowie Beamtinnen und Beamte der Polizei Starnberg im Gymnasium unterschiedliche Einsatzszenarien trainieren. Im Laufe des Tages werden zahlreiche Einsatzkräfte sowie Lärm im Umfeld des Gymnasiums Starnberg wahrnehmbar sein, teilte die PI Starnberg dazu am Montag mit. „Für die Bürgerinnen und Bürger besteht kein Grund zur Sorge“, heißt es in der Mitteilung. Gleichwohl könne es zu temporären Verkehrsbehinderungen kommen. Nicht nur in Starnberg übt die Polizei: Im Landkreis München fand am Montag an der Therese-Giehse-Realschule in Unterschleißheim eine Übung statt. Zudem gibt es von Dienstag bis Freitag, 4. bis 7. November, eine Großübung im Bereich der U-Bahnstation in Fröttmaning.


