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Polizei:Schockanrufer prellen 89-Jährige

Die Frau übergibt Geld und Schmuck mit fünfstelligem Wert

Ob Enkeltrick, Schockanruf oder falscher Polizeibeamter: Telefonbetrüger versuchen immer wieder, Senioren um ihr Geld zu bringen. Als Schockanrufer hatten Betrüger am Mittwoch im Landkreis Starnberg Erfolg: Mit der Legende, ein Verwandter hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und benötige sofort eine hohe Bargeldsumme für eine Kaution, sind am Mittwoch mehrere Senioren im Landkreis Starnberg von unbekannten Betrügern angerufen worden. In einem Fall gelangten sie an Beute im unteren fünfstelligen Bereich, eine weitere Tat konnte dank einer aufmerksamen Bankmitarbeiterin im letzten Moment verhindert werden. In beiden Fällen ermittelt die Kripo.

Die Täter brachten eine 89-jährige Frau durch geschickte Gesprächsführung dazu, Schmuck und Bargeld an einen unbekannten Abholer zu übergeben. Erst nachdem der von den Betrügern aufgebaute psychische Druck abfiel, realisierte die Frau, Opfer einer Straftat geworden zu sein. In einem weiteren Fall konnte ein Betrug vereitelt werden: Ein 84-Jähriger wollte eine von den Tätern geforderte hohe fünfstellige Summe abheben, als ihn eine aufmerksame Bankmitarbeiterin auf die Betrugsmasche aufmerksam machte. Sie bewegte den Rentner dazu, die Polizei zu informieren und bewahrte ihn so vor Schaden.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord warnt mit der Kampagne "Leg' auf" vor Betrug. Allein 2021 verzeichnete das Präsidium mehr als 3500 betrügerische Anrufe, die Täter erbeuteten 2,7 Millionen Euro. Grundsätzlich gilt: Betroffene sollten misstrauisch bei Anrufen unbekannter Personen sein und das Gespräch beenden, ohne persönliche Daten oder Informationen über Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben. Niemals sollte man auf Forderungen zur Geldüberweisung eingehen, Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben oder in die Wohnung lassen. Betroffene sollten mit Angehörigen darüber sprechen und vor Tätern warnen.

© SZ vom 07.05.2021 / phaa
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