Wälder um HochstadtUnbekannte töten Meisenbrut

Ein zerstörter Nistkasten am Waldboden.
Ein zerstörter Nistkasten am Waldboden. Max-Planck-Institut Seewiesen

Das Max-Planck-Institut erforscht das Verhalten der heimischen Vogelart. Die dafür angebrachten Nistkästen werden regelmäßig zerstört.

SZ bei Google bevorzugen

Unbekannte Täter haben in den Wäldern rund um Hochstadt Vogel-Nistkästen des Max-Planck-Instituts in Seewiesen zerstört und dabei bereits geschlüpfte Meisenküken getötet. Wie das Institut für biologische Intelligenz mitteilt, seien die Kästen, die mit elastischen Bändern an den Bäumen befestigt sind, abgeschnitten worden und kopfüber heruntergefallen. Angaben zum genauen Zeitpunkt kann das Institut nicht machen, aus den Datenloggern geht lediglich hervor, dass die Zerstörungen der beiden Nistkästen um etwa 17.20 Uhr und 20 Uhr stattfanden.

Die Tötungen bilden den Höhepunkt einer Zerstörungsserie, die bereits seit Längerem anhält. So waren im vergangenen Jahr 40 Nistkästen betroffen. Inzwischen wurden 54 der insgesamt 123 Kästen der Forschungsgruppe zerstört. Leiterin Michaela Hau kann sich die Motivation dieser Zerstörung nicht erklären. Sie weist darauf hin, dass das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund eine Straftat ist. Das Institut steht in Kontakt mit der Polizei.

Auch Eier wurden aus Gelegen entnommen

Gefunden wurde zuletzt auch ein Nistkasten mit offener Seitentür, wofür eigens das Dach geöffnet und eine Schraube entfernt worden war. Auch wurde aus zwei Kästen jeweils ein Ei aus dem Gelege entfernt.

Das Forschungsinstitut beobachtet in dem Projekt Vögel und ihren Fortpflanzungserfolg, um herauszufinden, wie sich extreme Temperaturen auf das Fortpflanzungsverhalten der Eltern auswirken sowie auf das Wachstum und das Flüggewerden der Küken. „Wir führen unsere Arbeit an einer weitverbreiteten, nicht gefährdeten Vogelart durch, in der Hoffnung, dass unsere Ergebnisse dazu beitragen, besser zu verstehen, wie diese und andere, bedrohte Vogelarten reagieren und wie sie sich entwickeln könnten“, erklärt Hau.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Streichel-Zeit am Ammersee
:Kuscheln mit Kühen

Kuh-Striegeln als Wochenend-Aktion? Wird durchaus gebucht, zum Beispiel in Eching am Ammersee auf dem Bio-Hof von Martin Stangl. Das genießen nicht nur die Tiere - es kann sich auch positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken.

SZ PlusVon Carolin Fries

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: