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Pöcking:Moderne Zeiten am Steg 1

Possenhofen Kioskserie 'Steg 1'

Eine neue Küche und ein neues Kühlhaus soll der Kiosk im Possenhofener "Paradies" bekommen.

(Foto: Nila Thiel)

Kiosk in Possenhofen soll generalsaniert werden

Der Kiosk "Steg 1" in Possenhofen soll umfassend saniert werden. Einen Anbau für die Kühlung im hinteren Bereich des etwa 50 Quadratmeter großen Gebäudes hat der Pöckinger Bauausschuss ohne Diskussion einstimmig befürwortet. Nun steht noch die Entscheidung des Landratsamtes an. Nach Angaben von Bauamtsleiterin Mirjam Heuer hat die Behörde bereits Zustimmung signalisiert.

Kioskbetreiberin Cathrin Dierks zeigte sich erleichtert. "Die größte Hürde war die Genehmigung", sagte sie. Der Kiosk ist seit 1989 an den Pöckinger Robert Müller verpachtet, der ihn jedoch vor sechs Jahren aus gesundheitlichen Gründen an Dierks abgegeben hat. Der Kiosk ist das ganze Jahr über geöffnet, schon in aller Frühe, gegen 6 Uhr, kommen die "Steg-1-er", eine Gruppe von Einheimischen, die sich das ganze Jahr über zum Schwimmen treffen, auch im Winter.

Küchen- und Kühlbereich platzen aus allen Nähten. Nach Angaben der Kioskbetreiberin ist an dem Gebäude jahrzehntelang nichts renoviert worden. Sinn ihres Vorstoßes sei es deshalb, zu modernisieren - nicht zu erweitern, betonte die gelernte Innenarchitektin für Kindergärten und Schulen. Derzeit müssten Eis, Eiswürfel, Pommes oder Getränke in mehreren Gefrier- und Kühltruhen gelagert werden. Dafür brauche sie viel Platz, und das sei auf Dauer nicht machbar.

Schon lange führt Cathrin Dierks Gespräche mit der Landeshauptstadt München als Eigentümerin sowie mit der Lebensmittelaufsicht im Landratsamt Starnberg. In Abstimmung mit den Fachstellen soll der Kiosk komplett entkernt, umfassend saniert und modernisiert werden. An den Außenmauern soll laut Dierks fast nichts verändert werden. Lediglich der Schuppen an der Seestraße soll abgerissen und durch ein neues Kühlhaus ersetzt werden. Dadurch entsteht innen mehr Platz für die Küche, die komplett erneuert werden soll. Auf diese Weise könnten die Engpässe bei schönem Wetter künftig entschärft und das Angebot um frische Gerichte wie etwa Fisch erweitert werden, so die Betreiberin.

Auch das Dach soll ausgebaut werden und als Lagerfläche dienen. Die Böden werden ebenfalls erneuert. "Wir machen alles nach neuesten Vorschriften", sagte Dierks. Welche Sanierungskosten die Landeshauptstadt als Eigentümerin übernimmt, darüber muss noch verhandelt werden. Auf jeden Fall muss die Kioskbetreiberin die Kosten für die Küche selbst tragen. Wie hoch die Investition für sie sein wird, steht noch nicht fest. Nach den Erfahrungen mit ihrem Kiosk in Herrsching - er heißt ebenfalls "Steg 1" und wird von Dierks derzeit saniert - rechnet sie mit etwa 100 000 Euro Kosten.

Im nächsten Schritt sollen nun die konkreten Planungen mit der Stadt München abgestimmt werden. Wahrscheinlich muss Dierks kommenden Sommer noch mit dem bisherigen Gegebenheiten zurechtkommen, bis alle erforderlichen Genehmigungen durch sind und die Planung in trockenen Tüchern ist. Sie hofft aber, im Winter 20/21 mit den Bauarbeiten starten zu können.