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Pendler sollen profitieren:Parkhaus für Radler

Einweihung der Park & Ride-Anlage; Park & Ride-Anlage eingeweiht

Auf eine Park&Ride-Anlage für Radl - ähnlich dem Modell am Herrschinger S-Bahnhof - hoffen auch die Fahrradfahrer in Starnberg.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Starnberg lässt Bau mit diebstahlsicheren Plätzen am Bahnhof See prüfen

Von Peter Haacke, Starnberg

Fahrradfahren in Starnberg ist kein Spaß. Dies scheint auch der jüngste "Klimatest" des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) zu bestätigen, der die neunte bundesweite Umfrage unter dem Motto "Und wie ist Fahrradfahren in deiner Stadt?" gestartet hatte. Die Kreisstadt landete unter insgesamt 415 bewerteten Städten in der Klasse von 20 000 bis 50 000 Einwohnern mit der Zufriedenheitsnote 4,4 nur auf Platz 382. Doch es soll alles besser werden: Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit dem Thema, bis Jahresende soll ein "abgestimmtes Portfolio" mit konkreten Verbesserungsvorschläge vorliegen, um Fördermittel zu akquirieren - unter anderem für den Bau von Fahrradparkhäusern an den Starnberger Bahnhöfen.

Die Starnberger Verkehrsreferenten Franz Sengl (Grüne) und Thorsten Schüler (UWG) - beide selbst leidenschaftliche Radfahrer - hatten als erstes Ergebnis der Arbeitsgruppe aus Politik, Stadtverwaltung und Ehrenamt einen gemeinsamen Antrag zum Bau eines Fahrradparkhauses am Bahnhof See eingebracht. Ziel ist es, "die innerstädtische Fahrradinfrastruktur insbesondere für Berufspendler zu stärken" und den Umstieg vom Auto auf alternative Verkehrsmittel zu fördern. Erster Ansatzpunkt hierfür könnte die Erhöhung des "Bike&Ride"-Anteils sein, doch in Starnberg fehlt es an der Voraussetzung, die eine entsprechende Sicherung von Fahrrädern gewährleistet. Oft genug verschwinden die an Bahnhöfen abgestellten Räder auf Nimmerwiedersehen oder werden beschädigt, was den erwünschten Umstieg für die angepeilte Zielgruppe nicht gerade attraktiver macht.

Im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität traf das Anliegen der Verkehrsreferenten zwar auf offene Ohren, doch zum schnellstmöglichen Bau einer Abstellanlage mit abschließbaren Plätzen mochte sich das Gremium vorerst nicht durchringen. Die Verwaltung soll zunächst ein Umsetzungs- und Finanzierungskonzept entwickeln, für das vorab noch einige grundsätzliche Punkte geklärt werden müssen. Neben der Berücksichtigung laufender Projekte - darunter die Frage nach Seeanbindung, Landesgartenschau und die angekündigte Umgestaltung des Bahnhofplatzes - geht es dabei um Standortwahl, Gestaltungsform, Schließsystem und Diebstahlschutz, Abrechnung und Organisationsstruktur sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. Überdies soll im Rahmen einer Erfolgskontrolle überprüft werden, wie das neue Angebot angenommen wird. Die Radlabstellanlage soll sicher und kostengünstig, vor allem aber auch wieder leicht rückbaubar sein.

© SZ vom 17.04.2021
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