Pähl war zuletzt wieder häufiger in den Schlagzeilen: Der berühmteste Einwohner der Gemeinde wird schon bald seine Zeit beim FC Bayern München beenden. Doch nicht nur wegen Thomas Müller ist ein Blick in den Pfaffenwinkel interessant. Vor wenigen Jahren hielt Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hier seine legendäre Kuhfladenshow ab, als er einem angeblich zu Unrecht bestraften Landwirt einen Batzen Bargeld überreichte. Interessant sind aber auch die Entwicklungen im Rathaus. Vor zwei Jahren wurde der alteingesessene Werner Grünbauer überraschend abgewählt. Die Pählerinnen und Pähler votierten stattdessen für den unerfahrenen und ortsfremden Marius Bleek. Der zog kurz vor seiner Vereidigung aber wieder zurück. Im Herbst 2023 übernahm schließlich Simon Sörgel. Der hatte angekündigt, er sei gekommen, um zu bleiben. Doch nun gab er bekannt, bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr anzutreten. Was ist da los in Pähl? Ein Gespräch über Vor- und Nachteile des Bürgermeisterjobs und ständigen Streit im Gemeinderat. Zum Zeitpunkt des Gesprächs ist Sörgel frisch aus dem Urlaub in Italien zurück.
Bürgermeisterdilemma der Gemeinde PählKonfliktbehaftet und destruktiv
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Er sei gekommen, um zu bleiben, hatte Simon Sörgel nach seiner Wahl im Sommer 2023 angekündigt. Und jetzt? Sieht alles anders aus: Nachfrage bei einem Bürgermeister, der an den steten Streitereien im Gemeinderat gescheitert ist.
Interview von Linus Freymark, Pähl

Ein Jahr nach der kuriosen Bürgermeisterwahl:Ein bisschen Frieden
Nach dem Bürgermeisterdrama im vergangenen Jahr hat sich die Aufregung in Pähl gelegt. Doch die Streitthemen schwelen weiter, derzeit tobt eine Debatte um den Neubau von Schule und Rathaus. Und Rathauschef Simon Sörgel muss schauen, dass es das mit der Ruhe nicht schon wieder war.
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