Öffentlicher Nahverkehr:Stundentakt ist unzureichend

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Die Senioren-Union hofft auf eine Lösung im Starnberger Bus-Streit

In der Debatte über die Kosten für die Stadtbuslinien in Starnberg nimmt nun auch die Senioren-Union (SU) Stellung. Wie berichtet, fordert der Stadtrat eine hundertprozentige Übernahme des ÖPNV-Kostendefizits durch den Landkreis. Das Landratsamt aber will für die innerstädtischen Linien 901 und 902, die bislang im 20-Minuten-Takt fahren, nur für die Grundversorgung im Stundentakt zahlen, also nur ein Drittel. Mit Sorge verfolgt die Senioren-Union wenige Tage vor Ausschreibungsbeginn der Buslinien für das Jahr 2023 die Auseinandersetzung zwischen Landratsamt und Kreisstadt: Die beiden innerstädtischen Linien verknüpfen einerseits den Ortsteil Söcking, andererseits die Wohngebiete westlich der Bahnlinie am Riedener Weg, in der Blumensiedlung und Hanfeld über das Kreiskrankenhaus mit der Innenstadt und den Starnberger Bahnhöfen.

Der Seniorenverband begrüßt ausdrücklich die vierte Expressbuslinie im Landkreis sowie zusätzliche Fahrten auf einigen Regionalbuslinien. Ein Stundentakt in der Kreisstadt aber würde der Nachfrage nicht gerecht und würde "allen Bürgern, die gern den MVV in Anspruch nehmen, um etwa zum Kreiskrankenhaus oder zu den Bahnhöfen zu gelangen, die Motivation erschweren, den Bus zu nehmen statt mit dem eigenen Auto zu fahren", erklärt der SU-Vorsitzende Gerrick von Hoyningen-Huene. Einen 20-Minuten-Takt müsste die Stadt selbst zahlen. Zwar werde "überall Überzeugungsarbeit geleistet, Bürger vom Auto weg in Busse und Bahn zu lenken", schreibt der SU-Vorsitzende. Eine Reduzierung des MVV-Angebots sei im Hinblick auf den Klimawandel also kontraproduktiv. Die Senioren-Union erachtet daher einen Ein-Stunden-Abstand im öffentlichen Nahverkehr der Kreisstadt für unzureichend, könnte sich als Kompromiss aber die Reduzierung auf einen 30-Minuten-Takt für den Stadtverkehr vorstellen. "Wir hoffen, dass sich die beiden Behörden einigen", schreibt Hoyningen-Huene.

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