Ochsenrennen in HadorfRiesengaudi mit Rindviechern

80 Meter mussten Ochs und Reiter bewältigen bei ersten Ochsenrennen im Starnberger Ortsteil Hadorf. Hier in Führung: Theresa Wachinger (Nr. 8) auf dem fünf Jahre alten Wuschel.
80 Meter mussten Ochs und Reiter bewältigen bei ersten Ochsenrennen im Starnberger Ortsteil Hadorf. Hier in Führung: Theresa Wachinger (Nr. 8) auf dem fünf Jahre alten Wuschel. (Foto: Foto: Nila Thiel)

Das erste Ochsenrennen im Starnberger Ortsteil Hadorf hat am Vatertag mehr als 2000 Zuschauer angelockt. Bei diesem Spektakel gingen 17 kastrierte Rindviecher über 80 Meter an den Start, die von ihren Reiterinnen und Reitern liebevoll angetrieben wurden.

Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung hat es noch nie gegeben im beschaulichen Hadorf: Erstmals organisierte die Burschenschaft ein Ochsenrennen im 350 Einwohner zählenden Dorf, am Donnerstag gingen 17 Ochsen nebst Reiterinnen und Reitern an den Start. Die Riesengaudi, schon Wochen zuvor durch Presse, Funk und Fernsehen angekündigt, lockte vermutlich mehr als 2000 Interessierte aus der ganzen Region an. Der kleine Starnberger Ortsteil war ebenso hoffnungslos zugeparkt wie Zufahrtsstraßen und Grünstreifen.

Der Tag begann mit einem Weißwurstessen, gegen 13 Uhr starteten die Rennen: Ein Spektakel, das wohl unvergessen bleiben wird. In den Vorläufen gingen jeweils vier der kastrierten Rindviecher auf die knapp 80 Meter lange Strecke. Auffallend: Vor allem die Damen bewiesen als Ochsen-Amazonen großes Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse ihrer Tiere, die wochenlang für ihren großen Auftritt trainiert worden waren. Freilich waren nicht alle begeistert vom Vorhaben. Kurz zuvor hatte die Tierschutzorganisation Peta noch versucht, die Veranstalter von ihrem Vorhaben abzubringen. Man habe sogar angeboten, vegane Würste für das Frühstück zu spendieren, wenn das Rennen ausfiele. Doch daraus wurde nichts.

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von Lilly Fels

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