Eine Person in Tarnkleidung und mit Tarnnetz in der Nähe eines Flugplatzes, das kam einem Anwohner in Gauting am Mittwoch verdächtig vor. Wie die dortige Polizei mitteilt, ging gegen 9 Uhr früh die Meldung ein, dass sich auf einem Feld zwischen Unterbrunn und Oberpfaffenhofen direkt neben dem Sonderflughafen ein Mann versteckt, der auch noch einen schwarzen länglichen Gegenstand dabeihat.
Aufgrund der Entfernung habe die herbeigerufene Polizei zunächst nicht zweifelsfrei ausschließen können, dass es sich hierbei um eine Langwaffe handeln könnte. Zusätzlich Verdacht erregte, dass der Mann, nachdem er einmal kurz aufgestanden war, sich wieder auf den flachen Boden gelegt hatte. Erst als eine weitere Streife mit einem Fernglas eintraf, konnten die Beamten feststellen, dass es sich bei dem Gegenstand um kein Gewehr, sondern um ein großes Kameraobjektiv handelte.
Der Mann wurde daraufhin mittels Lautsprecherdurchsage aufgefordert, das Feld zu verlassen und sich zu den Beamten zu begeben. Bereits auf dem Weg dorthin habe sich der 57-jährige Münchner lautstark beschwert und von reiner Schikane der örtlichen Polizei gesprochen, die ihn doch kennen müsse, da er ein bekannter Vogelfotograf sei. Nach der Feststellung seiner Personalien durfte er wieder zu seinem Aussichtsplatz zurückkehren, um dort weiter Fotos von den selten gewordenen Feldlerchen zu machen.

