Oberpfaffenhofen Forschungsflüge in der Nacht

Das Forschungsflugzeug Halo des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen startet zwischen dem 15. und 20. Mai vereinzelt zu nächtlichen Flügen. Sie sind in der Zeit zwischen 22 und 0.30 Uhr geplant. Der Einsatz dient dem Test und der Kalibrierung neu entwickelter Sensoren, die Anfang 2020 bei einem Atmosphärenforschungsprojekt verwendet werden sollen, wie das DLR mitteilt. Mit diesem sogenannten Radiometer, das außen an der Maschine befestigt ist, soll der Strahlungshaushalt der Erde untersucht werden. Die Sensoren messen getrennt die Wärmestrahlung sowie den sichtbaren Anteil der Sonnenstrahlung. Die Untersuchung könne nur in absoluter Dunkelheit stattfinden, die Maschine müsse deshalb nachts abheben, heißt es in der Mitteilung des Luft- und Raumfahrtzentrums. Das Radiometer soll künftig zur Basisausstattung des Halo gehören. Das etwa 70 Millionen Euro teure Flugzeug, das bis in eine Höhe von 15,5 Kilometer steigen kann, ist seit 2012 im Einsatz. Es untersuchte bisher unter anderem Eiswolken in der oberen Troposphäre, Treibhausgase über dem Atlantik und Emissionen von Großstädten.