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Oberpfaffenhofen:Die Erde immer im Blick

Mit ferngelenktem Roboterarm Hände schütteln; Händeschütteln mit Justin

"Auf gutes Gelingen": Der Roboter "Justin"stößt mit Jordi Artigas vom Leistungszentrum für Robotik und Mechatronik an.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Unter dem Motto "Völlig schwerelos" steht der Tag der offenen Tür beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen am 9. Oktober

Die große Frage beim Tag der offenen Tür beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen lautet stets: Was haben "Justin" und "Toro" Neues dazu gelernt? Die beiden Roboter werden von den Technikern des Leistungszentrums für Robotik und Mechatronik immer weiter entwickelt und können schon verdammt viel, sodass der Ausdruck Humanoid nicht mal falsch ist. Am Sonntag, 9. Oktober, von 10 bis 17 Uhr, gehören sie zu den Besuchermagneten und Besucherlieblingen. Auch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kennt Justin, der sie mit sensiblem Händedruck bei ihrem jüngsten Besuch begrüßt hat. Der Tag der offenen Tür, der alle zwei Jahre stattfindet, steht diesmal unter dem Motto "Völlig schwerelos", was heißen soll, dass die Besucher an diesem Tag "mit auf eine entspannte und spannende Reise ins Weltall" genommen werden, die Erde aber immer im Blick.

Über den Blick auf die Erde vom Weltall aus berichtet der Astronaut Gerhard Thiele auf der Bühne am Flugvorfeld um 11.10 Uhr. Er referiert auch über seine Erfahrungen und über seine Arbeit als Astronaut und über seinen Flug ins All. Danach kann man mit ihm persönlich im Rahmen einer Autogrammstunde sprechen. Unter der Schirmherrschaft des bayerischen Wirtschaftsministeriums wird DLR-Vorstandsmitglied Gerd Gruppe die Besucher um 10 Uhr begrüßen und den Tag eröffnen. Was die Sache so interessant macht: Das DLR gewährt Einblicke in alle Forschungsbereiche, angefangen bei Atmosphären- und Klimaforschung, über Robotik, Erdbeobachtung, Kommunikations- und Navigationstechnologien, bis hin zu der Flotte der DLR-eigenen Forschungsflugzeuge. Wegen der sensiblen Messinstrumente kann aber der Innenraum und das Cockpit nicht besichtigt werden. Zu sehen sind die Cessna C-208B, die robuste Dornier 228 New Generation, der Hubschrauber BO 105 und der große Airbus A 320. Die DLR-Flugsportgruppe bietet Rundflüge über das Fünfseenland an.

Neben den Instituten werden die beiden Kontrollzentren im Mittelpunkt des Interesses bei den Besuchern stehen. Das war vor zwei Jahren so und wird auch heuer so sein. Für einen Blick hinter die Kulissen stehen die Satelliten-Kontrollräume und das Galileo-Kontrollzentrum offen. Jörg Güttler wird um 10.30 Uhr zum Stand der Galileo-Navigationssystem sprechen, Veronika Burkhardt informiert über Jobs und Karriere, zudem gibt es Einblicke in den Betrieb und eine Fragerunde mit der Geschäftsleitung. Für Kinder wird auch viel geboten - zum Beispiel können kleine Nachwuchswissenschaftler im DLR-School-Lab eigenständig experimentieren.

Für die musikalische Unterhaltung ist auch gesorgt: Es spielen die "Bayern 3-Band" von 12.30 bis 15 Uhr auf der großen Bühne und vorher auf der Bühne beim Earth-Operation-Center die Bürgermeister-Band "Schiwagu". An diesem Tag ist auch die Kantine geöffnet; auf dem DLR-Gelände gibt es zusätzlich noch Imbissstände. Da nicht genügend Parkplätze zur Verfügung stehen, ist es ratsam, mit der S-Bahn der Linie S8 zu kommen. Zwischen den Haltestellen Weßling und Neugilching und dem DLR ist ein Pendelbusverkehr eingerichtet. Alle 15 Minuten fährt ein Bus.