Zahlen des Landesamts für StatistikStarnberg, Landkreis der Millionäre

Lesezeit: 2 Min.

Ich wär' so gern ein Millionär:  Mehr als die Hälfte der einkommensstärksten Personengruppe im Freistaat hat ihren Wohnsitz in Oberbayern. Besonders beliebt sind die Landkreise Starnberg, München und Miesbach.
Ich wär' so gern ein Millionär:  Mehr als die Hälfte der einkommensstärksten Personengruppe im Freistaat hat ihren Wohnsitz in Oberbayern. Besonders beliebt sind die Landkreise Starnberg, München und Miesbach.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Freistaat zählte im Jahr 2021 insgesamt 7707 Einkommensmillionäre, die meisten davon leben in Oberbayern. Die höchste Dichte findet sich weiterhin im Landkreis Starnberg mit 26,4 Millionären je 10 000 Einwohner.

Von Peter Haacke, Starnberg

SZ bei Google bevorzugen

7707 Einkommensmillionäre lebten vor vier Jahren in Bayern, 906 mehr als noch ein Jahr zuvor. Einsamer Spitzenreiter ist Bayerns größter Regierungsbezirk Oberbayern mit seinen rund 4,7 Millionen Einwohnern: Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anhand der jüngst vorliegenden Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik für das Jahr 2021 berichtet, hatten 54,8 Prozent der Steuerpflichtigen – also 4222 Personen – mit jährlichen Einkünften von mindestens einer Million Euro dort ihren Wohnsitz.

Die höchste Dichte an Einkommensmillionären findet sich weiterhin im Landkreis Starnberg mit 26,4 Millionären je 10 000 Einwohner. Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt sind es lediglich 5,8 Personen.

Die Entwicklung der Zahlen weist eine eindeutige Tendenz auf: Von 2019 auf 2020 war eine Steigerung um 6,8 Prozent zu verzeichnen, von 2020 auf 2021 erhöhte sich die Anzahl der Einkommensmillionäre nach Angaben des Landesamts abermals um 906 Steuerpflichtige (13,3 Prozent). Der Gesamtbetrag der Einkünfte dieser Gruppe stieg um 20,9 Prozent auf insgesamt 22 Milliarden Euro.

Im Durchschnitt kamen Bayerns Millionäre 2021 rechnerisch somit also auf 2,9 Millionen Euro. Einkünfte aus Gewerbebetrieben, die mit 14,2 Milliarden Euro den Großteil (64,8 Prozent)  ausmachten, erhöhten sich um 23,2 Prozent. Zugleich nahmen auch Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit um 19,3 Prozent zu. Sie beliefen sich auf 3,9 Milliarden Euro - ein Anteil von 17,8 Prozent am Gesamtbetrag.

Die Einkommensmillionäre im Freistaat machten 2021 zwar nur 0,1 Prozent aller Steuerpflichtigen aus, erzielten jedoch mit 6,1 Prozent einen überproportional hohen Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte. Andererseits entrichteten sie mit 8,3 Milliarden Euro 11,9 Prozent der gesamten Einkommensteuer, weil ihr Anteil aufgrund des progressiven Steuersatzes höher ausfiel.

SZ Good News
:Gute Nachrichten aus München – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Mehr positive Neuigkeiten im Alltag: Die Süddeutsche Zeitung verbreitet jeden Tag auf Whatsapp ausschließlich schöne und heitere Nachrichten aus München und der Region. So können Sie ihn abonnieren.

Starnberg liegt vor den Landkreisen München und Miesbach

54,8 Prozent der bayerischen Einkommensmillionäre hatten 2021 ihren Wohnsitz in Oberbayern, davon 2430 in der Stadt oder im Landkreis München. Zum Vergleich: 891 Spitzenverdiener (11,6 Prozent) lebten im  Regierungsbezirk Schwaben, 693 (neun Prozent) in Mittelfranken. In Niederbayern waren 563 (7,3 Prozent), in Unterfranken 533 (6,9), in der Oberpfalz 461 (sechs) und in Oberfranken nur 344 Millionäre (4,5 Prozent) ansässig.

Insgesamt kamen im Freistaat 2021 im Durchschnitt 5,8 Einkommensmillionäre auf 10 000 Einwohner (2020: 5,2). Die höchste Millionärsdichte gab es im Landkreis Starnberg mit 26,4 Einkommensmillionären je 10 000 Einwohner. Es folgten die Landkreise München (16,4) und Miesbach (16), dahinter die Stadt München (12,5) und die kreisfreie Stadt Landshut (8,7).

Die jüngsten Zahlen berücksichtigen unbeschränkt steuerpflichtige Personen, deren Gesamtbetrag der Einkünfte 2021 mindestens eine Million Euro betrug. Die Ergebnisse sind die aktuellsten verfügbaren Daten. Grund: Der mehrjährige Abstand zwischen Statistikjahr und Erstellung ist weitgehend auf die steuerrechtlich festgelegten Antrags- und Erklärungsfristen und den Zeitbedarf in den Finanzverwaltungen für die Bearbeitung der Steuererklärungen zurückzuführen.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Verkehrsentlastung in Starnberg
:Kosten für B2-Tunnel steigen auf 660 Millionen Euro

Der geplante Bau der 3,2 Kilometer langen Röhre zur Verkehrsentlastung der Kreisstadt hat sich drastisch verteuert. Ob das weiterhin umstrittene Projekt unter diesen Vorzeichen realisiert werden kann, muss die Bundesregierung entscheiden.

Von Peter Haacke

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: