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Neue Schule:Gymnasium ist beschlossene Sache

Kreistag genehmigt Projekt in Herrsching

Der Landkreis baut ein neues Gymnasium in Herrsching, das zunächst für etwa 800 Schüler geplant wird, und für bis zu 1100 Schüler ausgebaut werden kann. Die geplanten Kosten liegen bei 68,5 Millionen Euro. Der Kreistag hat am Dienstag die Beschlüsse aus den Ausschüssen mit großer Mehrheit bestätigt und vor allem noch zwei Details diskutiert - dass nach dem Votum wie geplant 80 und nicht 60 Parkplätze in der Tiefgarage entstehen und eine Hausmeisterwohnung integriert wird. Der Förderverein für ein Gymnasium im Westen des Landkreises freut sich über die Entscheidung. "Das wird eine wunderbare Schule", sagt der Vorsitzende, Jens Waltermann. Die Lernhäuser mit Gemeinschaftsräumen für klassenübergreifendes Arbeiten entsprächen dem pädagogischen Konzept für ein zukunftsweisendes Gymnasium.

Zwar scheiterte die FDP mit dem Antrag, die Schule gleich vier- statt dreizügig zu bauen, also für jeweils vier Klassen pro Jahrgang, um Kosten für Planung und Ausschreibung zu sparen. In der Diskussion wurde jedoch deutlich, dass der Entwurf bereits Flächen für eine Erweiterung vorsieht. Mit einem zweiten Bauabschnitt würden die Kosten auf 73,9 Millionen Euro steigen. Weil der Plan umgestaltet und abgespeckt wurde, konnten 3,5 Millionen eingespart werden. Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim fürchtete, dass die Kreisumlage der Gemeinden um zwei Prozentpunkte steigen werde. Kreiskämmerer Stefan Pilgram warf ihm "Schwarzmalerei" vor, was Sontheim mit "Schönmalerei" retournierte.

Der Förderverein lobte dagegen, dass die Schule auf ein Ganztagsangebot und Inklusion ausgelegt sei. Beides sei an den umliegenden Gymnasien nicht gegeben. Nun müsse es zügig weitergehen, damit das Gymnasium zum Schuljahr 2022/23 eröffnet werden könne.