Nach tödlichen Badeunfällen am Starnberger SeeKampagne für mehr Sicherheit

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Der Starnberger Landrat Stefan Frey (von links), Isabell Bauch und Christoph Winkelkötter, beide von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung, werben beim Bad im Starnberger See für den neuen Flyer „Sicherheit am und im See“.
Der Starnberger Landrat Stefan Frey (von links), Isabell Bauch und Christoph Winkelkötter, beide von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung, werben beim Bad im Starnberger See für den neuen Flyer „Sicherheit am und im See“. Landratsamt Starnberg

Nach den tödlichen Badeunfällen im Juni am Starnberger See veröffentlichen Landratsamt und Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung vor den bayerischen Sommerferien den Flyer „Sicherheit am und auf dem See“.

Von Peter Haacke, Starnberg

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Mit steigenden Temperaturen locken in der Region rund um München immer wieder die Seen: Tausende strömen ans Wasser, um sich zu entspannen und abzukühlen. Doch der Sommer hat auch seine Tücken: Vor wenigen Wochen häuften sich bayernwewit Meldungen über tragische Ertrinkungstode, auch am Starnberger See verunglückten zwei Personen tödlich. Aufklärung ist angebracht, beschlossen nun Landratsamt und die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (GWT): Sie haben vor den Sommerferien den Flyer „Sicherheit am und auf dem See“ veröffentlicht.

Jedes Jahr findet im Landkreis Starnberg zu Beginn des Sommers das „Seengespräch“ statt. Mit dabei sind Vertreter aller wichtigen Institutionen rund ums Wasser: Landrat Stefan Frey, Mitarbeitende von Landratsamt und GWT Starnberg, Ehrenamtliche der DLRG und Wasserwacht, Seen-Schifffahrt, Polizei, aber auch Vereine oder Naturschutz-Organisationen. Dabei geht es unter anderem um Regeln für SUP-Paddler oder die Einhaltung der Ruhezonen für Wasservögel und Fische. Weiterer Dauerbrenner: das Problem der Parkplatznot und die ständigen Falschparker.

Ebenfalls stets wiederkehrender Inhalt des Seengesprächs: Wie kann es sein, dass es trotz aller Informationen und Maßnahmen immer noch zu so vielen Unfällen am und im Wasser kommt, oft mit tödlichem Ausgang? Wie kann es gelingen, das Baden und Schwimmen im See sicherer zu machen?

Gemeinsam wurde nun die Kampagne „Sicherheit am und auf dem See“ ins Leben gerufen. Als ersten Schritt hat die GWT in Kooperation mit dem Landratsamt einen Flyer erstellt, der Informationen und Verhaltensregeln sowie eine Karte zu allen fünf Seen der Region enthält: Wo sind die Stationen der Wasserrettung und die Sturmwarnanlagen? An welchen Stellen gibt es ausgewiesene Badeplätze? Und wo liegen die Gefahrenzonen rund um Hafeneinfahrten und Schiffsanlegestellen?

Auch Hinweise, an welchen Orten das Grillen erlaubt ist und wo sich Standorte für Slipanlagen befinden, sind eingezeichnet. Doch es geht nicht allein um die Sicherheit der Badegäste: Die Karte enthält auch die ganzjährigen Sperrzonen, Winter-Ruhezonen, Fischschonbezirke und Naturschutzgebiete. Zusätzlich werden die Verkehrsregeln auf dem Wasser erklärt: Wie überholt man richtig, wer muss wem ausweichen und was ist zu tun, wenn man mit Booten direkt aufeinander zusteuert?

Der Flyer ist auf Deutsch und Englisch erhältlich und kann kostenfrei bei der GWT unter wasserregion@starnbergammersee.de bestellt werden. Zudem gibt es das Papier in den drei Tourist-Informationen des Landkreises, beim Landratsamt, bei Wasserwachten und Bootsverleihern. Die GWT freut sich, wenn sich möglichst viele weitere Akteure mit Standorten in Seenähe melden und sich bereit erklären, Flyer auszulegen oder zu verteilen.

Zudem sollen Infotafeln aufgestellt werden mit Hinweis auf besondere Gefahren oder Naturschutzgebiete. Landrat Frey wird am Dienstag, 12. August, mit Vertretern der GWT in Starnberg am See unterwegs sein und kostenfrei „Sisis Veilcheneis“ verteilen: Er will die Gäste für Naturschutz und Sicherheit beim Baden sensibilisieren und Aufklärungsarbeit leisten.

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