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Mitten in Berg:Schwarzbau auf Rädern

Klein Tirol - Hüte auf dem Genz-Grundstück befindet sich auf einem Tieflader. Foto: privat

Auf dem Genz-Gelände an der Maxhöhe ist die Hütte aus "Klein-Tirol" auf einem Tieflader geparkt.

(Foto: privat)

Der Kaufmann Siegfried Genz sucht nach einem neuen Platz für seine Tiroler Holzhütte

Was macht eigentlich der Berger Kaufmann Siegfried Genz? Das mag sich manch ein Landkreisbürger fragen. Zurecht. Denn man hört von ihm seit geraumer Zeit nichts, absolut gar nichts. Kein Ärger mit Behördenvertretern, keine Gerichtsverhandlungen, keine neuen Schwarzbauten.

Aber dafür natürlich alte. Alte Schwarzbauten gibt es auf dem weitläufigen Genz-Gelände an der Berger Maxhöhe offensichtlich noch immer. Und sei es nur auf einem Tieflader. Praktisch ein Schwarzbau auf Rädern. Genauer: eine stattliche Hütte aus "Klein Tirol", wie Genz seine Ansammlung mit Tiroler Hütten offiziell nannte.

Jetzt steht das Holzhaus auf einem Anhänger und wartet auf den Weitertransport. Nicht etwa weg von der Maxhöhe und vom Genz-Grundstück, sondern nur an ein anderes Ende desselben. Wenn es nach Genz' erster Idee gegangen wäre, dann wäre der Tieflader schon vor mehr als zwei Jahren in Richtung Enzianweg gefahren und hätte die Holzhütte dort abgestellt. Doch der Gemeinderat versagte seine Zustimmung. Der Grund: Landschaftsschutzgebiet.

In der Sitzung am Dienstag stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Diesmal sollte es in Richtung Höhenweg gehen. "Klein Tirol" soll jetzt zum Geräteschuppen mutieren für die Baumschule auf dem Genz-Areal. Zum besseren Verständnis: Vor ein paar Jahren ließ der Kaufmann etwa 70 Apfelbäumchen dort pflanzen. Aber wieder sagte das Gremium wegen des Landschaftsschutzes nein. Daran kann auch Gemeinderat Peter Haslbeck (CSU) nichts ändern, der in der Sitzung befindet: "Also, mich würde die Hütte da hinten nicht stören." Bürgermeister Rupert Monn darauf ungerührt: "Die Frage ist nicht, ob es uns stört oder nicht." Stimmt.